Lübeck: Kein Bier für Nazis – Rassisten werden nicht bedient

Neben Passau, Coburg, Wuppertal, Nürnberg, Berlin und vielen anderen Städten in Deutschland hat sich auch Lübeck der aus Regensburg stammenden Initiative „Kein Bier für Nazis – Rassisten werden nicht bedient“ angeschlossen. Schon seit 2008 nehmen immer mehr Städte aus den verschiedensten Bundesländern an der Initiative teil und zeigen unverkennbar, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft finden darf.

Neben Passau, Coburg, Wuppertal, Nürnberg, Berlin und vielen anderen Städten in Deutschland hat sich auch Lübeck der aus Regensburg stammenden Initiative „Kein Bier für Nazis – Rassisten werden nicht bedient“ angeschlossen. Schon seit 2008 nehmen immer mehr Städte aus den verschiedensten Bundesländern an der Initiative teil und zeigen unverkennbar, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft finden darf.

Die Reaktionen auf die Berichterstattung der Lübecker Nachrichten zeigen, dass Neo-Nazis, NPD Funktionäre sich angesprochen fühlen und somit bestätigen, dass die Aktion ein voller Erfolg war.

Ludwig Simek, einer der Initiatoren aus Regensburg, freut sich über den Verlauf der Initiative: „Es freut uns immer wieder zu hören, wenn unsere Initiative Nachahmer findet.

Wir stehen teilnehmenden Städten mit Hilfe, Ratschlägen und Beratung zur Seite. Unser Interesse ist, dass sich unsere Idee in möglichst vielen Städten etabliert. Das Ziel muss sein, dass jede Gaststätte, in jeder Stadt sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Neofaschismus bekennt.“

„Rassismus als politische Ausrichtung zu verkaufen ist ein Versuch der Legitimation aller rassisch- motivierten Übergriffe in der Vergangenheit.“, so Peter Thieß, Kreisvorsitzender der SPD Lübeck. „Rassismus ist keine politische Meinung sondern eine menschenverachtende Ideologie, die auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Die Aufgabe jedes einzelnen von uns ist hinzuschauen und für eine weltoffene Gesellschaft einzutreten. Unsere Initiative „Kein Bier für Nazis – Rassisten werden nicht bedient“ ist ein starkes Symbol und auf allen Ebenen nachahmenswert.“

Das breite Bündnis an Parteien (Grüne und SPD), Vereine und Organisationen ist davon überzeugt, dass solche Projekte und Aktionen mit symbolischen Charakter sinnvoll und nötig sind um dem schleichenden Alltagsrassismus in Deutschland entgegenzuwirken und auf das Problem aufmerksam zu machen.

„Wir stehen zu unserem Engagement und zu unserer Gemeinschaftsinitiative!“, sagt der DGB-Chef Andreas Sankewitz. „Der DGB hat sich auch in der Vergangenheit für zahlreichen Anti-Rassismus- Projekte stark gemacht. Eine ähnliche Initiative stellte unsere DGB Jugend mit den Gastronominnen und Gastronomen unserer Stadt im vergangenen Jahr auf die Beine. Ich freue mich, dass unser breites Bündnis eine so erfolgreiche Arbeit geleistet hat.“

Bernd Saxe„Unsere Stadt gehört weder heute noch morgen den Rechtsextremisten und das müssen wir nach außen immer wieder deutlich machen.“, äußert sich der Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Bernd Saxe (SPD). „Ich möchte alle Gastronomen in unserer Stadt ermutigen, sich an dieser Initiative, die ein klares Bekenntnis zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung darstellt, zu beteiligen. “