Berlin muss handeln – Nord-Ostsee-Kanal ist wichtig für die gesamte norddeutsche Wirtschaftsregion

Dr. Karin Thissen, SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen-Süd, hat die Bundesregierung zu schnellem Handeln in Sachen Nord-Ostsee-Kanal aufgefordert. „Der Zustand der wichtigsten Wasserstraße Europas ist nicht plötzlich und unvorhersehbar eingetreten. Dieses Desaster für die norddeutsche Wirtschaft wäre zu vermeiden gewesen. Es dürfte jedem einleuchten, dass eine Schleusentechnik, die über 100 Jahre alt ist, schon längst hätte saniert werden müssen“, erklärte Thissen anlässlich eines Besuchs von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in Brunsbüttel.

Dr. Karin Thissen, SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen-Süd, hat die Bundesregierung zu schnellem Handeln in Sachen Nord-Ostsee-Kanal aufgefordert. „Der Zustand der wichtigsten Wasserstraße Europas ist nicht plötzlich und unvorhersehbar eingetreten. Dieses Desaster für die norddeutsche Wirtschaft wäre zu vermeiden gewesen. Es dürfte jedem einleuchten, dass eine Schleusentechnik, die über 100 Jahre alt ist, schon längst hätte saniert werden müssen“, erklärte Thissen anlässlich eines Besuchs von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in Brunsbüttel.

„Schleswig-Holsteins Industrie ist auf Wachstumskurs. Da kommt es mehr als ungelegen, dass der Kanal zurzeit für größere Schiffe nicht mehr befahrbar ist“, so die SPD-Politikerin weiter. Der Nord-Ostsee-Kanal sei darüber hinaus von großer Bedeutung für den Hamburger Hafen und die gesamte Wirtschaftsregion Norddeutschland. Es müsse daher auch im Interesse des Bundes liegen, zügig für die Sanierung der Schleusen zu sorgen.

Die Bundesregierung, die für die Finanzierung von Bundeswasserstraßen wie den Nord-Ostsee-Kanal zuständig ist, komme ihrer Verantwortung nicht nach. „Da nützt es auch nichts, wenn Bundesverkehrsminister Ramsauer nun ein ,Aktionsbündnis aller Beteiligten‘ ins Leben rufen will“, stellte Karin Thissen fest. „Denn ein solches ,Aktionsbündnis‘ aus Wirtschaft, Politik und Gewerkschaft wurde bereits im Herbst 2011 mit der Kampagne ,SOS für den NOK – Der Norden steht auf‘ von Mitgliedern der SPD gestartet“, sagte Thissen. Statt mit blindem Aktionismus zu reagieren, solle Ramsauer lieber die Fachkompetenz der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nutzen und diese endlich mit ausreichend Personal ausstatten, so die SPD-Kandidatin.

Hintergrund

Etwa 60 Prozent des Schiffsverkehrs, der normalerweise durch den Kanal fährt, muss aufgrund der Schleusensperrung derzeit den Umweg um die Nordspitze Dänemarks nehmen. Dies bedeutet einen Umweg von 900 km. Der Nord-Ostsee-Kanal ist eine Bundeswasserstraße. Daher ist die Bundesregierung für die Finanzierung von Baumaßnahmen verantwortlich.