Rossmann setzt sich für die Förderung der „Einfachen Sprache“ ein

Der Schock war groß als Anfang 2011 die Studie „leo. – Level One“ veröffentlichte, dass es in Deutschland 7,5 Millionen funktionale Analphabeten gibt. Und viel gravierender war dabei die Tatsache, dass noch 13,3 Millionen Menschen zusätzlich so schlecht lesen und schreiben können, dass sie keine Zeitung, Bücher, Gebrauchsanweisungen oder Behördenschriftstücke verstehen können. Das sind zusätzliche 26% der erwerbsfähigen Bevölkerung, die dadurch von der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe abgeschnitten sind.

Der Schock war groß als Anfang 2011 die Studie „leo. – Level One“ veröffentlichte, dass es in Deutschland 7,5 Millionen funktionale Analphabeten gibt. Und viel gravierender war dabei die Tatsache, dass noch 13,3 Millionen Menschen zusätzlich so schlecht lesen und schreiben können, dass sie keine Zeitung, Bücher, Gebrauchsanweisungen oder Behördenschriftstücke verstehen können. Das sind zusätzliche 26% der erwerbsfähigen Bevölkerung, die dadurch von der gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe abgeschnitten sind.

Nachdem sich die SPD-Bundestagsfraktion als erste Fraktion im Bundestag unter der Federführung des Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Ernst Dieter Rossmann mit drei Anträgen und in zwei Workshops für die Bekämpfung des Analphabetismus in Deutschland und die Verbesserung des Wahlrechts für Menschen mit Behinderungen und Analphabeten eingesetzt hat, verabschiedete sie jetzt den Antrag „Zugänge schaffen und Teilhabe erleichtern – Die Einfache Sprache in Deutschland fördern“.

Rossmann: „Wir wollen, dass die Einfache Sprache, in der Sachverhalte leicht verständlich und ohne Fremdwörter oder Fachbegriffe erläutert werden, breiter genutzt wird in Deutschland, damit Menschen mit Lese- und Schreibschwächen die Scheu vor dem Lesen verlieren und somit durch mehr Übung ihre Lesefähigkeit langsam steigern. Nur so kann ihre Teilhabe an den gesellschaftlichen Prozessen langfristig gesichert werden.“

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert den Einsatz der Einfachen neben der Leichten Sprache im Internet und den wichtigsten Publikationen des Deutschen Bundestages, sie fordert ein deutschlandweites Forschungsprogramm über die entsprechende Adressatengruppe, die Verwendung von Einfacher Sprache in Behörden bzw. staatlichen Stellen wie z.B. in den Jobcentern und die Förderung von Verlagen, die Zeitungen und Bücher in Einfacher Sprache herausgeben.

Rossmann: „Niedrigschwellige Leseangebote sind wichtig, weil wir sonst eine große Gruppe von Menschen von der Entwicklung unseres Landes abhängen und somit ausschließen. Auch aus Gründen der Fachkräftesicherung können wir uns das nicht leisten.“

Anlage: SPD-Antrag zur Einfachen Sprache (Drucksachen-Nr. 17/12724).