SPD erfolgreich in vielen Kommunen

Die SPD und ihr Koalitionspartner im Land, die Grünen, haben bei den Kommunalwahlen am 26. Mai kräftige Gewinne eingefahren. FDP und Linke sacken ab. Aber die niedrige Wahlbeteiligung gibt Anlass zur Sorge.

Die SPD und ihr Koalitionspartner im Land, die Grünen, haben bei den Kommunalwahlen am 26. Mai kräftige Gewinne eingefahren. FDP und Linke sacken ab. Aber die niedrige Wahlbeteiligung gibt Anlass zur Sorge.

Die Wahlbeteiligung erreichte mit 46,7 Prozent einen neuen Tiefstand. In den 70er-Jahren waren es fast 80 Prozent. Am schlechtesten schnitten die kreisfreien Städte ab. In Flensburg blieben fast zwei Drittel der Wahlberechtigten zu Hause.

Stark in den Städten

Die besten Ergebnisse erzielte die SPD wieder in den kreisfreien Städten Kiel, Lübeck und Neumünster. Während Lübeck (+ 5,1 Prozentpunkte) und Kiel (+ 4,1) auch bei den Stimmenzuwächsen im Spitzenfeld liegen, bildet Neumünster hier das Schlusslicht. Auch in Flensburg und den Kreisen Dithmarschen, Ostholstein und Herzogtum Lauenburg lagen die Stimmengewinne über dem Landestrend.

Die CDU konnte in den kreisfreien Städten etwas Boden gutmachen. In Lübeck gab dafür eine Wählergemeinschaft massiv Stimmen ab. Schwächen zeigten die Konservativen in Steinburg und Schleswig-Flensburg mit Verlusten von über drei Prozentpunkten.

Grüne gewinnen dazu

Die Grünen konnten wie die SPD in allen Landesteilen Gewinne einfahren. Die Landeshauptstadt Kiel und der Süden des Landes mit der Achse Lübeck–Herzogtum Lauenburg–Stormarn sind ihre Hochburgen. Nur in Dithmarschen und Nordfriesland müssen sie sich mit einstelligen Ergebnissen zufrieden geben.

FDP (- 4,0 Prozentpunkte) und Linke (- 4,4) mussten herbe Verluste hinnehmen. Beide Gruppierungen bleiben aber in allen kreisfreien Städten und in allen Kreisen vertreten, da für die Kommunalwahlen keine Fünf-Prozent-Hürde gilt. Die Piraten werden – wo sie angetreten sind – mit ein bis zwei Mandaten in den Gremien vertreten sein. Der SSW konnte seine Position im nördlichen Landesteil halten.

Die Ergebnisse in den einzelnen Orten waren stark von den lokalen Bedingungen geprägt. Auf Hallig Hooge erreichte die SPD, wie erwartet, 100 Prozent.