Respekt, Prof. Bosinski!

Die Entscheidung der Christian-Albrechts-Universität und des UKSH über die Neustrukturierung der Sexualmedizin am Standort Kiel ist Teil der Hochschulautonomie und entzieht sich damit der politischen Bewertung. Dies gilt auch für die damit verbundenen Personalentscheidungen, aus denen sich die Politik ebenfalls herauszuhalten hat. Es ist aber aus meiner Sicht für die Kieler Universität und den Ruf unseres Landes als Wissenschaftsstandort sehr bedauerlich, dass Herrn Prof. Bosinski hierbei offenbar keine, seiner Reputation und Verdienste entsprechende fachliche Perspektive geboten werden konnte. Das er hieraus jetzt die Konsequenzen gezogen hat, kann die Beteiligten nicht überraschen und verdient unseren Respekt.

Die Entscheidung der Christian-Albrechts-Universität und des UKSH über die Neustrukturierung der Sexualmedizin am Standort Kiel ist Teil der Hochschulautonomie und entzieht sich damit der politischen Bewertung. Dies gilt auch für die damit verbundenen Personalentscheidungen, aus denen sich die Politik ebenfalls herauszuhalten hat. Es ist aber aus meiner Sicht für die Kieler Universität und den Ruf unseres Landes als Wissenschaftsstandort sehr bedauerlich, dass Herrn Prof. Bosinski hierbei offenbar keine, seiner Reputation und Verdienste entsprechende fachliche Perspektive geboten werden konnte. Das er hieraus jetzt die Konsequenzen gezogen hat, kann die Beteiligten nicht überraschen und verdient unseren Respekt.

Kehrseite der Freiheit ist aber die Verantwortung. Wir erwarten daher, dass die Universität und das UKSH die sexualmedizinische Forschung, Lehre und Krankenversorgung auch nach dem Ausscheiden von Prof. Bosinski auf dem hohen Niveau hält, welches dieser geschaffen und durch das Kiel als Stätte der sexualmedizinischen Forschung und Lehre auch international einen hohen Rang erhalten hat. Gleiches gilt für die Fortsetzung des von Prof. Bosinski initiierten anonymen Therapieprojektes für pädophile Männer, die lernen wollen, mit ihrer Neigung zu leben, ohne Straftaten zu begehen. Wir erwarten, dass dieses mit Landesmitteln geförderte Opferschutzprogramm unverändert fortgeführt wird.

Kühn ist der Versuch des wissenschaftspolitischen Sprechers der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt, von der neuen Landesregierung die finanziellen Mittel zu verlangen, deren Bereitstellung die schwarz-gelbe Koalition abgelehnt hat. Hätte Herr Vogt diese Haltung vor zwei Jahren auch schon vertreten, hätte man das vermeiden können, was er jetzt anderen vorwirft.