Thönnes: Keine Gasförderung durch umweltgefährdendes Fracking im Kreis Segeberg

Am 12. August 2013 wurde bekannt, dass das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie dem kanadischen Unternehmen "PRD Energy" eine Aufsuchungserlaubnis für die Suche nach Öl und Gas im sogenannten "Erlaubnisfeld Bramstedt", das vom Süden bei Bad Bramstedt, an Kaltenkirchen vorbei bis in den Nordosten nach Bornhöved reicht, erteilt hat.

Am 12. August 2013 wurde bekannt, dass das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie dem kanadischen Unternehmen „PRD Energy“ eine Aufsuchungserlaubnis für die Suche nach Öl und Gas im sogenannten „Erlaubnisfeld Bramstedt“, das vom Süden bei Bad Bramstedt, an Kaltenkirchen vorbei bis in den Nordosten nach Bornhöved reicht, erteilt hat.

„Sie berechtigt zwar nicht zu Eingriffen in den Boden, ist aber ein weiterer Schritt in diese Richtung. Denn wer würde schon Geld für die Suche ausgeben, ohne ein Interesse an der Förderung zu haben?“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes.

Sowohl der Kreis- als auch der Landtag und die SPD-geführte Landesregierung haben jedoch ihre ablehnende Haltung gegenüber der Gasförderung mittels der sogenannten „Fracking-Methode“ deutlich gemacht. Bei dieser wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und chemischen Additiven unter hohem hydraulischen Druck in den Untergrund gepresst, um tief liegende Gesteinsformationen aufzubrechen und das Gas herausströmen zu lassen. Diese Art der Rohstoffgewinnung ist umstritten, da die Auswirkungen auf die Umwelt kaum erforscht sind.

„Jetzt zeigt sich einmal mehr das Versagen der Merkel-Regierung im Bund. Das Landesamt musste die Erlaubnis erteilen, weil es im Bergrecht keinerlei Grundlage für eine ablehnende Entscheidung gab. Dabei hat die SPD-Bundestagsfraktion bereits Ende letzten Jahres Reformen der Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben und des Bundesbergrechts sowie eine Aussetzung für diese Art der Förderung gefordert, solange bei dieser Methode gesundheitsgefährdende Substanzen mit in den Boden verpresst werden“, erläutert Thönnes.

Der dementsprechende Antrag „Ergebnisse der Gutachten zu Umweltauswirkungen von Fracking zügig umsetzen“ (Drs. 17/11829) wurde Ende 2012 in den Deutschen Bundestag eingebracht und zur Abstimmung gestellt.

„Bedauerlicherweise haben die Regierungsfraktionen und mit ihnen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Segebergs, Gero Storjohann, dagegen gestimmt und konnten sich selber nicht auf eine Position zu diesem Thema einigen. Wieder ein Beispiel für ein Problem, welches von CDU/CSU und FDP auf die lange Bank geschoben wurde“, zeigt sich der SPD-Politiker enttäuscht.