Ein Meilenstein in der Familienpolitik

Seit dem 1. August gilt der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz. In Schleswig-Holstein haben Land und Kommunen kräftig in die Kindergärten investiert.

Seit dem 1. August gilt der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz. In Schleswig-Holstein haben Land und Kommunen kräftig in die Kindergärten investiert.

Den Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz für die Ein- bis Dreijährigen hat die SPD im Jahr 2007 durchgesetzt. Das Land Schleswig-Holstein und die Kommunen haben enorme Anstrengungen unternommen, um das Betreuungsangebot auszuweiten. Davon werden die jungen Familien profitieren.

„Der Kita-Ausbau ist ein familienpolitischer Meilenstein. Denn er sorgt für bessere
Bildungschancen für alle Kinder, für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und auch für mehr Gleichstellung“, erklärt dazu Kristin Alheit, Sozialministerin und Mitglied des SPD-Landesvorstands. „Ergänzend zum weiteren Ausbau von Betreuungsplätzen werden wir für die Steigerung der Qualität in unseren Kitas sorgen
müssen. Dafür brauchen wir auch jeden Cent, den der Bund für Familien ausgibt.“

Zeitgleich mit dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz wurde auch das von Schwarz-Gelb propagierte Betreuungsgeld eingeführt. „Dass bisher so wenige Anträge
vorliegen, zeigt, dass das Betreuungsgeld vollständig an den Bedürfnissen der Familien vorbeigeht“, so der Vorsitzende des SPD-Landesparteirats und Sprecher des Forum Familie, Sönke Rix. „Diese Maßnahme ist familienpolitisch kontraproduktiv SPDund
gleichstellungspolitisch reaktionär.“

Mit den zwei Milliarden Euro, die das Betreuungsgeld jährlich koste, könnten zusätzliche Kita-Plätze geschaffen werden. Der Bundestagsabgeordnete: „Bundesweit
wollen wir 200.000 zusätzliche Plätze bis 2017 schaffen und den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz erweitern.“ Um für eine moderne Familienpolitik zu werben, hat die SPD Schleswig-Holstein eine Aktionswoche durchgeführt. Landesweit wurden von den Ortsvereinen und Bundestagskandidaten vor zahlreichen Kindertagesstätten über 8000 Brotdosen verteilt.