Ulf Kämpfer für Kiel

Mit Ulf Kämpfer bewirbt sich ein Verwaltungsprofi als Oberbürgermeister in Kiel. In unserem Interview erläutert er seine Ziele – und wie er die Wahl gewinnen will.

Mit Ulf Kämpfer bewirbt sich ein Verwaltungsprofi als Oberbürgermeister in Kiel. In unserem Interview erläutert er seine Ziele – und wie er die Wahl gewinnen will.

Was reizt Dich daran, Kieler Oberbürgermeister zu werden?

Kiel hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt, eine wachsende Stadt mit viel Lebensqualität und vielen Chancen, aber auch Problemen wie Kinderarmut und desolaten Stadtfinanzen. Das kantige und manchmal auch provisorische an Kiel ist es, was mich reizt. Sicher gibt es Städte, die leichter zu regieren sind, aber, um mit Rilke zu sprechen: Dass etwas schwer ist, muss ein Grund mehr sein, es zu tun. Und die geschlossene Unterstützung von SPD, Grünen und SSW ist ein zusätzlicher Motivationsschub.

Welche Projekte möchtest Du besonders vorantreiben?

Neben konkreten Vorhaben wie Zentralbad, Gasmotorenkraftwerk, Entwicklung des MFG-5-Geländes, die vorangebracht werden müssen, will ich etwas gegen die sozialen Schieflagen tun, die wir in vielen Stadtteilen haben: Langzeitarbeitslosigkeit, Bildungsabbrüche, zunehmende soziale Entmischung und zu wenig bezahlbare Wohnungen.

Was bringst Du persönlich mit für das Amt?

Einen klaren politischen Kompass, Optimismus und Beharrlichkeit. In der Verwaltung, als Richter und als Mediator habe ich vieles gelernt, was für einen Oberbürgermeister wichtig ist: Ich weiß, wie Verwaltung tickt, bin gewohnt, möglichst breit getragene Lösungen hinzukriegen, zur Not aber auch klar zu entscheiden. Auch eine große Verwaltung kann ich leiten, denn das ist mein Job als  Staatssekretär im Energiewende- und Umweltministerium, mit der Verantwortung für 2000 Mitarbeiter und einen Haushalt
von 300 Millionen Euro – und einer Themenpalette, die ähnlich vielfältig ist wie in der Kieler Stadtverwaltung.

Wie wirst Du Dich und Dein Programm im Wahlkampf bekannt machen?

Im direkten Kontakt mit den Kielerinnen und Kielern, bei Hausbesuchen in allen Stadtteilen oder bei meinen „Kämpfer vor Ort“-Terminen zu kommunalpolitischen Hotspots. Zu wichtigen Themen werde ich Positionspapiere vorlegen und mit den jeweiligen Akteuren diskutieren – ungefiltert und auf Augenhöhe.

Seit 20 Jahren hat kein Kieler Oberbürgermeister länger als eine Wahlperiode regiert. Welchen Stellenwert hat für Dich Kontinuität im Amt?

Kiel braucht dringend Kontinuität. Ich wäre der fünfte Oberbürgermeister in zwölf Jahren, das tut einer Stadt nicht gut. Deshalb stelle ich mich für sechs plus X Jahre zur Verfügung.

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