Noten bilden Persönlichkeitsentwicklung nicht ab

Zu Berichten über Änderungen bei der Notengebung erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Nach der Novelle des Schulgesetzes werden nun alle zugehörigen Verordnungen überarbeitet und angepasst. Auch in diesem Verfahren können noch Aspekte des Bildungsdialogs aufgegriffen werden. Und der Dialog geht weiter. Zu allen Verordnungen wird es ein Anhörungsverfahren geben.

Zu Berichten über Änderungen bei der Notengebung erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Nach der Novelle des Schulgesetzes werden nun alle zugehörigen Verordnungen überarbeitet und angepasst. Auch in diesem Verfahren können noch Aspekte des Bildungsdialogs aufgegriffen werden. Und der Dialog geht weiter. Zu allen Verordnungen wird es ein Anhörungsverfahren geben.

Schulnoten dienen in erster Linie der schnellen Vergleichbarkeit von Leistungen unterschiedlicher Kinder oder desselben Kindes in unterschiedlichen Schuljahren. Diese Vergleiche sind aber notgedrungen oberflächlich. Schnelle Vergleichbarkeit von Kindern ist auch nicht der Kern des pädagogischen Auftrags von Schule, erst recht nicht der Grundschule. Persönlichkeitsentwicklung lässt sich nicht in wenigen Zahlen abbilden. Noten können auch den Blick auf das Wesentliche verstellen, können die Lust am Lernen nehmen.

Wichtiger als die Vergleichbarkeit auf einen Blick ist das Gespräch der (Grundschul-) Lehrkraft mit den Eltern. Diesem Gespräch soll auch im Bereich der Schulartempfehlung künftig eine wichtigere Rolle zukommen. Dabei hat die Debatte weniger mit „Kuschelpädagogik“ oder „Verzicht auf Leistung“ zu tun, sondern viel mehr mit der Frage, ob aus Prinzip alles immer bleiben muss, wie es mal war. Wo diese Frage bejaht wird, möglicherweise aus guten Gründen, können Schulen bei der bisherigen Regelung bleiben. Nirgends „muss“ auf Noten verzichtet werden.

Zu den abstrusen Verschwörungstheorien meiner CDU-Kollegin fällt mir, trotz guter Noten und Abitur, nichts mehr ein…

Zur Person

Martin Habersaat ist seit 2009 Mitglied des Landtages. Dort ist er Mitglied im Bildungsausschuss, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Hochschulpolitischer Sprecher.

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