Riesenfortschritt im Niedriglohnland Deutschland

Ich verstehe nicht ganz die öffentliche Debatte zum Mindestlohn: Zum 1. Januar 2015 kommt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50€ für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren. Bis zum 31. Dezember 2016 - also maximal 2 Jahre - gelten befristete Übergangsregelungen für bestimmte tarifvertraglich bzw. Im Gesetzgebungsverfahren vereinbarte Bereiche wie z.B. Zeitungsausträger. Dazu kommen nur noch die vereinbarten kurzen Einarbeitungszeiten für Langzeitarbeitslose.

Ich verstehe nicht ganz die öffentliche Debatte zum Mindestlohn: Zum 1. Januar 2015 kommt der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn von 8,50€ für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 18 Jahren. Bis zum 31. Dezember 2016 – also maximal 2 Jahre – gelten befristete Übergangsregelungen für bestimmte tarifvertraglich bzw. Im Gesetzgebungsverfahren vereinbarte Bereiche wie z.B. Zeitungsausträger. Dazu kommen nur noch die vereinbarten kurzen Einarbeitungszeiten für Langzeitarbeitslose.

Fakt ist: Ab 1. Januar 2017 gilt der Mindestlohn von 8,50€ dann für alle ab 18. dieser wird dann von einer Kommission der Tarifparteien regelmäßig angepasst! Keine Schlupflöcher, keine regionalen oder branchenbezogenen Ausnahmen, auch keine Ausbeutung von ausgebildeten Praktikanten mehr. Nur ausbildungsbezogene Praktika bleiben ausgenommen.

Das ist ein Riesenfortschritt im Niedriglohnland Deutschland – gerade im Osten, aber durchaus auch bei uns in Schleswig-Holstein. Den haben Andrea Nahles und die SPD gegen heftige Widerstände und massive öffentliche Propaganda von Konservativen und Marktradikalen durchgesetzt haben!

Mindestlohn ist nur die Untergrenze gegen Ausbeutung, insgesamt müssen das Lohnniveau hoch und die prekäre Beschäftigung weg!

Dieser Artikel ist auch auf ralf-stegner.de erschienen.