Hamburger G9-Volksbegehren gescheitert – Schulen bleiben durchlässig

Zum Scheitern des Hamburger Volksbegehrens über die Dauer der Schulzeit bis zum Abitur erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Die Initiative „G9–Jetzt–HH“ hat heute eingeräumt, dass sie die für einen Volksentscheid erforderlichen 63.000 Unterschriften nicht sammeln konnte. Sie hatte gefordert, den Hamburger Gymnasien die Wahlfreiheit zwischen dem Abitur nach acht oder neun Jahren (G8 oder G9) einzuräumen.

Zum Scheitern des Hamburger Volksbegehrens über die Dauer der Schulzeit bis zum Abitur erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:
Die Initiative „G9–Jetzt–HH“ hat heute eingeräumt, dass sie die für einen Volksentscheid erforderlichen 63.000 Unterschriften nicht sammeln konnte. Sie hatte gefordert, den Hamburger Gymnasien die Wahlfreiheit zwischen dem Abitur nach acht oder neun Jahren (G8 oder G9) einzuräumen.

Damit bleibt es für Hamburg ebenso wie für Schleswig-Holstein dabei, dass das Gymnasium (mit wenigen Ausnahmen) nach acht Jahren, die Gemeinschaftsschule in Schleswig-Holstein und die Stadtteilschule in Hamburg nach neun Jahren zum Abitur führen. Das ist für unsere beiden Bundesländer mit hoher gegenseitiger Fluktuation eine gute Nachricht. Die Schulsysteme im Norden bleiben vergleichbar und durchlässig.

In Schleswig-Holstein hatte die Bildungskonferenz genau diesen Weg empfohlen. Die Strukturdebatte sollte mit den Bildungskonferenzen beendet sein. Genau deshalb hatten wir vor die Schulgesetznovelle den größten Bildungsdialog gesetzt, den es in Schleswig-Holstein jemals gegeben hat.

Wir hoffen, dass bundesweit die Grundsatzdiskussion über G8 an Gymnasien aufhört und dass sich die Energie darauf konzentriert, die Umsetzung von G8 und die Qualität des Unterrichts insgesamt stetig zu verbessern. Da bleibt genug zu tun.

Zur Person

Martin Habersaat ist seit 2009 Mitglied des Landtages. Dort ist er Mitglied im Bildungsausschuss, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Hochschulpolitischer Sprecher.

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