Die CDU schreibt „Wissenschaft“ mit einem ganz kleinen w

Zur 100-Tage-Bilanz von Wissenschaftsministerin Kristin Alheit und der Kommentierung der CDU äußert der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Wenn die CDU die von der Küstenkoalition zur Jahresmitte getroffene Entscheidung, die 36,4 Mio. €, die aus der Übernahme der BAföG-Leistungen durch den Bund „frei“ geworden sind, in die Unterrichtsversorgung zu investieren, nochmals kritisiert, heißt das im Umkehrschluss, dass sie Lehrerstellen aus der Unterrichtsversorgung abziehen will. Denn man kann dasselbe Geld nicht zweimal ausgeben.

Zur 100-Tage-Bilanz von Wissenschaftsministerin Kristin Alheit und der Kommentierung der CDU äußert der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:
Wenn die CDU die von der Küstenkoalition zur Jahresmitte getroffene Entscheidung, die 36,4 Mio. €, die aus der Übernahme der BAföG-Leistungen durch den Bund „frei“ geworden sind, in die Unterrichtsversorgung zu investieren, nochmals kritisiert, heißt das im Umkehrschluss, dass sie Lehrerstellen aus der Unterrichtsversorgung abziehen will. Denn man kann dasselbe Geld nicht zweimal ausgeben.

Angesichts von mehreren Millionen Euro zusätzlich, die für Hochschulbau und studentischen Wohnraum zur Verfügung gestellt wurden, ist die Behauptung, in den Haushaltsverhandlungen sei für die Hochschulen nichts erreicht worden, weit weg von der Wirklichkeit.

Kristin Alheit hat in den wenigen Wochen ihrer Amtszeit wichtige Akzente gesetzt, die sie in den kommenden beiden Jahren, wenn wir uns mit der Novellierung des Hochschulgesetzes befassen werden, ausbauen wird. Niemand wird von der Ministerin erwartet haben, innerhalb von 100 Tagen das UKSH zu sanieren.

Wissenschaftliche Kongresse befassen sich mit fachwissenschaftlichen Problemen. In Kongressbänden und wissenschaftlichen Zeitschriften wird aber nicht darüber räsoniert, in welchem Haus die Wissenschaftspolitik gestaltet wird.

Eines ist sicher: Kristin Alheit ist eine wesentlich bessere Wissenschaftsministerin, als es ihre vier CDU-Vorgänger waren, für die die Wissenschaft nur das ganz kleine w gegenüber dem riesengroßen W des Wirtschaftsministeriums war.