Zum Umgang mit geistigem Müll

Hans Scheibner sagte gestern mit Blick auf ausländerfeindliche Demonstrationen in Deutschland, wie bequem und gut das mit der Dummheit doch sei, von der die Betroffenen nicht wissen. Die Meinungsfreiheit in unserer Demokratie gehört ja zu den Dingen, die wir in diesen Zeiten genauso verteidigen wie andere Werte, die von Gewalttätern und Fundamentalisten in Frage gestellt werden. Wer für Toleranz eintritt, muss also auch hier viel ertragen können. Hinnehmen muss man das aber nicht, sondern Widerspruch ist erforderlich. Gemeinsam für Vielfalt und gegen Einfalt aufzutreten ist und bleibt notwendig!

Hans Scheibner sagte gestern mit Blick auf ausländerfeindliche Demonstrationen in Deutschland, wie bequem und gut das mit der Dummheit doch sei, von der die Betroffenen nicht wissen. Die Meinungsfreiheit in unserer Demokratie gehört ja zu den Dingen, die wir in diesen Zeiten genauso verteidigen wie andere Werte, die von Gewalttätern und Fundamentalisten in Frage gestellt werden. Wer für Toleranz eintritt, muss also auch hier viel ertragen können. Hinnehmen muss man das aber nicht, sondern Widerspruch ist erforderlich. Gemeinsam für Vielfalt und gegen Einfalt aufzutreten ist und bleibt notwendig!

Woher kommt aber der Hass derer, die unter Pseudonymen, Fantasienahmen, mehreren Identitäten oder ganz offen mit eigenem Namen in den sozialen Netzwerken, bei Twitter und Facebook ihren geistigen Müll ablagern? Warum trollen die herum, benutzen Nazi-Jargon und Nazi-Inhalte, zeigen sich als menschenverachtende und nationalistische Brandstifter, ganz oft noch in der Biedermann-Pose des „Man wird doch hier noch mal sagen dürfen“ oder der anmaßend falschen „Wir sind das Volk“-Attitüde?

Die Ursachen sind sicher vielfältig und das Netz schützt sie ja davor, unmittelbar mit Reaktionen auf ihren geistigen Unrat konfrontiert zu werden. Löschen, sperren usw. macht man ja nicht gerne, außer bei dem richtigen Naziparolen, aber auf manches kann und will man nicht antworten, weil jeder weiss, dass ein Griff in die Jauchegrube immer auch Gestank hinterlässt. Also einfach ignorieren? Auch die Drohungen und Schmähungen? Wenn jemand schreibt: „Geh doch in den Wald und häng Dich auf“, oder: „Hoffentlich wird Dir von Terroristen der Kopf abgeschlagen“, und das auch noch mit Echt-Identität? Das und vieles mehr kommt hier häufig vor.

In den letzten Wochen nehmen die gewalttätigen, menschenverachtenden, fremdenfeindlichen, intoleranten und unsäglich dummen Kommentare auf meiner Facebookseite von offenbar in ihrer Urteilsfähigkeit schwer geschädigten Menschen hier zu.

Gut zu wissen, dass sich viel mehr Menschen für Flüchtlinge, für Solidarität und Mitmenschlichkeit engagieren, als solche, die gegen all das auf die Straße gehen oder im Internet wüten.

In der Demokratie müssen gerade Politiker auch harte Kritik akzeptieren, sollten auch nicht wehleidig sein. Aber die Kritik am System, an „denen da oben“, an „der Lügenpresse“ ist antidemokratisch und das muss und darf niemand hinnehmen.

Also: Meinungsfreiheit ja, Naivität nein und entschlossener Widerstand gegen die Dummheit und den menschenverachtenden Populismus von rechts, das bleibt weiterhin notwendig!

Dieser Artikel ist auch auf ralf-stegner.de erschienen.