Noten-Initiative der FDP ist alles andere als liberal!

Anlässlich des Starts der FDP-Initiative zur Rückkehr zu Noten in Grundschulen als einzige Form der Leistungsrückmeldung in Schleswig-Holstein erklären Ulf Daude, Landesvorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung, und Alexander Wagner, Mitglied im SPD-Landesvorstand Schleswig-Holstein: “Mit der am Samstag startenden Initiative der FDP zur verbindlichen Vergabe von Noten an Grundschulen möchten sich die Freidemokraten zwei Jahre vor der nächsten Landtagswahl selbst zur außerparlamentarischen Bewegung machen. Dabei ist die Forderung nach einer Notenvorschrift für Grundschulen alles andere als ein Ausdruck eines freien, liberalen Weltbildes.

Anlässlich des Starts der FDP-Initiative zur Rückkehr zu Noten in Grundschulen als einzige Form der Leistungsrückmeldung in Schleswig-Holstein erklären Ulf Daude, Landesvorsitzender der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Bildung, und Alexander Wagner, Mitglied im SPD-Landesvorstand Schleswig-Holstein: “Mit der am Samstag startenden Initiative der FDP zur verbindlichen Vergabe von Noten an Grundschulen möchten sich die Freidemokraten zwei Jahre vor der nächsten Landtagswahl selbst zur außerparlamentarischen Bewegung machen. Dabei ist die Forderung nach einer Notenvorschrift für Grundschulen alles andere als ein Ausdruck eines freien, liberalen Weltbildes.

Die Verordnung vom August 2014 unterstreicht den Willen der Küstenkoalition und Landesregierung, den Schulen mehr Entscheidungsfreiheit zu geben und eine echte Debatte über ein besseres und gerechteres Bewertungssystem dort zu führen, wo Verantwortliche von Lehrkräften über Eltern bis zu den Schüler_innen selbst wirken. Dabei zeigte sich gerade durch das bis 2012 FDP-geführte Bildungsministerium, welche gefährlichen Auswirkungen neoliberale Schulpolitik in Schleswig-Holstein gehabt hat. Unter Minister Klug und Ministerpräsident Carstensen wurden die Gräben in der Schullandschaft eher vertieft. Nun will die FDP offensichtlich an diese Haltung nahtlos wieder anschließen. Wer dagegen wirkliche und bessere Lösungen für die Zukunft unseres Land sucht, muss in den Dialog mit den Beteiligten gehen und ihnen Möglichkeiten eröffnen!

Es gibt gute Gründe für beide Bewertungsformen; für uns gilt: die Schulen sollen weiterhin frei wählen können, was am besten zu ihrem pädagogischem Konzept passt. Kompetenzraster sind aussagekräftiger und geben eine individuelle Rückmeldung. Sie sind daher aus unserer Sicht das bessere Instrument für eine konstruktive Leistungsbewertung, besonders an den Übergängen im Schulsystem. Pauschalisierung durch (Durchschnitts-) Noten hingegen erzeugen unnötigen Druck und Ängste im Schulalltag. Vereinfacht angewendet sind sie damit schlecht für Lernerfolg und Motivation unserer Schüler_Innen, bauen keine Brücken und geben Ihnen keine konkreten Hinweise für ihr zukünftiges Lernen.

Der überparteiliche Anstrich als Volksinitiative ist eine reine Fassade einer FDP, die als Partei im Landtag immer unwirksamer und populistischer wird. Wir sind sicher, dass “das Volk” in Schleswig-Holstein darauf nicht hereinfällt, sondern sich weiterhin für die freie Entscheidung für die passende Leistungsbewertung an ihrer Schule vor Ort entscheiden wird. Dies ist auch eine weise Entscheidung, um dem ansonsten von der FDP häufig geforderten Schulfrieden nahe zu kommen.”

Die Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB) in der SPD Schleswig-Holstein setzt sich für die Reform der Schulstruktur, für ein gerechtes und leistungsfähiges Bildungssystem in Deutschland ein. Eine Bildungsreform, die das dreigliedrige Schulsystem abschafft, die ein längeres gemeinsames Lernen aller Kinder ermöglicht und die Chancengleichheit für alle gesellschaftlichen Schichten bedeutet, da die internationalen Vergleichstest immer wieder zeigen, dass in Deutschland bisher die Herkunft für die Bildungschancen entscheidend sind.

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