Sprachkurse für Flüchtlinge öffnen!

Die Möglichkeit zur Teilnahme an Integrationssprachkursen soll künftig nicht mehr vom Aufenthaltsstatus anhängen. Das fordert der Kreis Landesgruppensprecher der schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten, Dr. Ernst Dieter Rossmann. In einer Bundestagsrede zum Nationalen Bildungsbericht bezeichnete der Bildungsexperte den Spracherwerb jetzt als „elementares Menschenrecht" und setzte sich für eine Aufstockung der Mittel für Sprachkurse ein.

Die Möglichkeit zur Teilnahme an Integrationssprachkursen soll künftig nicht mehr vom Aufenthaltsstatus anhängen. Das fordert der Kreis Landesgruppensprecher der schleswig-holsteinischen SPD-Bundestagsabgeordneten, Dr. Ernst Dieter Rossmann. In einer Bundestagsrede zum Nationalen Bildungsbericht bezeichnete der Bildungsexperte den Spracherwerb jetzt als „elementares Menschenrecht“ und setzte sich für eine Aufstockung der Mittel für Sprachkurse ein.

„Wir haben in unserem Koalitionsvertrag vereinbart, dass wir Flüchtlingen und Geduldeten in Zusammenarbeit mit den Ländern einen Zugang zur Sprache verschaffen wollen“, erinnerte Rossmann den in dieser Frage noch zögerlichen Koalitionspartner CDU/CSU im Rahmen der Debatte um den Bildungsbericht. „Bund und Länder müssen die 240 Millio¬nen Euro für Integrationssprachkurse deutlich ergänzen, damit Menschen, die nach einer relativ kurzen Zeit arbeiten dürfen, vorher die Sprache erlernen können.“

Rossmann, der bildungspolitischer Sprecher der Sozialdemokraten im Bundestag ist, machte darauf aufmerksam, dass unter den nach Deutschland gekommen 300000 Flüchtlingen auch viele Kinder und Jugendliche seien, für die im Bereich Spracherwerb und Ausbildung noch mehr getan werden könne. „Schleswig-Holstein hat mit den 15 Millionen Euro, die aus den zweimal 500 Millionen Euro an die Länder zur Unterstützung ih¬rer Integrationsleistungen gegangen sind, 240 zusätzli¬che Lehrerstellen bewilligt, die dann Deutsch als Zweit¬sprache unterrichten können“, lobte der Politiker in diesem Zusammenhang die Kieler Landesregierung.

Unterstützung der SPD-Bundestagsfraktion signalisierte Rossmann für einen gemeinsamen Vorstoß der Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg für den Bereich der beruflichen Bildung: „Es ist eine bemerkenswerte Initiative, dass Herr Bouffier, Herr Kretschmann und Frau Dreyer darauf dringen, dass junge Flüchtlinge, die eine Ausbildung in einem Handwerks- oder Industriebetrieb anfangen wollen, die Garantie ha¬ben, dass sie nicht gezwungen sind, ihre Ausbildung ab¬zubrechen, weil ihr Aufenthaltstitel dies erfordert.“ Diese jungen Menschen sollten ihre Ausbildung bis zum Ende fortsetzen können, forderte Rossmann. „Das ist etwas, was diese Koalition mit auf den Weg bringen will.“