Gesetz zur Entgeltgleichheit kommt

Am 20. März 2015 ist der Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssten, um den Durchschnittslohn der Männer aus dem Jahr 2014 zu erwirtschaften. 22 Prozent beträgt die unbereinigte Lohnlücke und ist damit seit Jahren fast unverändert.

Am 20. März 2015 ist der Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssten, um den Durchschnittslohn der Männer aus dem Jahr 2014 zu erwirtschaften. 22 Prozent beträgt die unbereinigte Lohnlücke und ist damit seit Jahren fast unverändert.

Der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes erklärt: „Diese Ungleichheit müssen wir endlich beenden. Dafür werden wir dieses Jahr den entscheidenden Schritt machen und die von Frauenministerin Manuela Schwesig geplanten gesetzlichen Regelungen zur Herstellung von Entgeltgleichheit auf den Weg bringen. Es ist blamabel, dass das wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland hier in der EU unter den Schlusslichtern ist.“

Selbst wenn man aus der Statistik herausrechne, dass Frauen öfter in Teilzeit arbeiten, für die Familie im Beruf pausieren und seltener in Führungspositionen seien, bleibe eine Lohnlücke von 7 bis 8 Prozent. Dabei handelte es sich um unmittelbare Lohndiskriminierung. Darauf weisen am heutigen Equal Pay Day bundesweit diverse Aktionen hin.

„Dass nun endlich Taten folgen damit dieser Missstand beendet wird, freut mich sehr. Gesetzliche Regelungen zur Entgelttransparenz sind dabei ein großer erster Schritt. Nur wo Lohndiskriminierung offengelegt wird, kann sie bekämpft werden. Und hierbei geht es nicht um ein Randthema, alleine im Kreis Segeberg sprechen wir von ca. 48.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen“, berichtet der SPD-Politiker.

Doch Transparenz alleine reiche nicht, um die Lohnlücke zu schließen. Berufe, in denen hauptsächlich Frauen arbeiteten, müssten besser entlohnt werden. Der Mindestlohn habe hier bereits geholfen. Darüber hinaus müssten die frauentypischen Berufe und deren Anforderungen neu bewertet werden.

Genauso wichtig sei es, die Kinderbetreuung auszubauen und die Partnerschaftlichkeit in den Familien zu stärken. „Mit dem Elterngeld Plus haben wir ein Instrument, das nicht nur Männern in der Familie mehr Möglichkeiten verschafft, sondern auch Frauen im Beruf beweglicher macht. Die Frauenquote wird vor allem in der Wirtschaft das Ihre dazu tun, einen Kulturwandel in den Chefetagen zu beschleunigen und die Unterschiede bei den Gehältern zu verringern“, erläutert der SPD-Parlamentarier.

Mit der Kombination all dieser Bausteine trägt die SPD-Bundestagsfraktion dazu bei, die Lohnlücke zu schließen. „Sicher bin ich mir, dass der Equal Pay Day bald deutlich früher im Jahr stattfinden wird. Ziel bleibt allerdings sein Zusammenfallen mit Silvester“, so Franz Thönnes