Stadtregionalbahn funktioniert nur als Gemeinschaftsprojekt

Zur Mitteilung des Kieler Oberbürgermeisters Dr. UIf Kämpfer über das <a href="http://ulf-kaempfer.de/2015/05/12/projekt-stadtregionalbahn-beenden-oeffentlichen-nahverkehr-in-kiel-und-der-region-gemeinsam-ausbauen/">Scheitern der Stadtregionalbahn</a> sagt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel: Die Stadtregionalbahn hätte Kiel und Umgebung gut zu Gesicht gestanden. Mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene, engere Verknüpfungen zwischen umliegenden Kreisen und der Landeshauptstadt sowie ein deutliches Bekenntnis zu diesem ökologisch und verkehrspolitisch vorteilhaften Projekt hätten uns alles gut zu Gesicht gestanden.

Zur Mitteilung des Kieler Oberbürgermeisters Dr. UIf Kämpfer über das Scheitern der Stadtregionalbahn sagt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel:
Die Stadtregionalbahn hätte Kiel und Umgebung gut zu Gesicht gestanden. Mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene, engere Verknüpfungen zwischen umliegenden Kreisen und der Landeshauptstadt sowie ein deutliches Bekenntnis zu diesem ökologisch und verkehrspolitisch vorteilhaften Projekt hätten uns alles gut zu Gesicht gestanden.

Wir sagen aber auch: Die Stadtregionalbahn ist ein Gemeinschaftsprojekt. Nur gemeinsam mit den Kreisen Plön und Rendsburg-Eckernförde hätte Kiel die Planungen finanziell und politisch stemmen können. Angesichts der fehlenden Kreistagsmehrheit in Rendsburg-Eckernförde verliert dieses Projekt ein wichtiges Standbein.

Das Land Schleswig-Holstein wird nicht in der Lage sein, dies auszugleichen. Es wäre, vom finanziellen abgesehen, wegen der offenbar fehlenden Akzeptanz in Rendsburg-Eckernförde zurzeit nicht sinnvoll.

Das Scheitern des Projekts Stadtregionalbahn eröffnet uns auch neue Perspektiven. Wenn auf Bundesebene die Einigung über die Regionalisierungsmittel im öffentlichen Personennahverkehr steht, haben wir Projekte in der Pipeline, die sich lohnen. Die Wiedereröffnung der Strecke zwischen der Probstei und der Landeshauptstadt mit „Hein Schönberg“ gehört zu Zukunftsprojekten im örtlichen ÖPNV, die ökologisch und ökonomisch Sinn machen. Auch die Richtung Plön – Preetz – Kiel wird mit neuen Haltepunkten attraktiver. Themen wie eine Intensivierung des Fördeverkehrs und die bessere Vernetzung von Radverkehr und ÖPNV stehen ebenfalls auf unserer Agenda. Und schließlich ist noch nicht aller Tage Abend. Vielleicht wird der ÖPNV in Kiel und um Kiel herum so spannend, dass Rendsburg-Eckernförde eines Tages beschließt: Jetzt sind wir doch dabei. Aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion sind sie herzlich willkommen.

Zur Person

Kai Vogel ist seit 2012 Mitglied des Landtages. Der studierte Lehrer aus Pinneberg ist schul- und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion

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