Ehe für alle statt kleinschrittiger Flickschusterei

Zur aktuellen Debatte zur Öffnung der Ehe für eingetragene Lebensgemeinschaften erklärt der Landesvorsitzende der AG Lesben und Schwule in der SPD Schleswig-Holstein, Gerrit Köhler: „Ehe für alle statt kleinschrittiger Flickschusterei - Bundestagsabstimmung für Eheöffnung muss freigegeben werden!"

Zur aktuellen Debatte zur Öffnung der Ehe für eingetragene Lebensgemeinschaften erklärt der Landesvorsitzende der AG Lesben und Schwule in der SPD Schleswig-Holstein, Gerrit Köhler: „Ehe für alle statt kleinschrittiger Flickschusterei – Bundestagsabstimmung für Eheöffnung muss freigegeben werden!“

Nach der Volksabstimmung in Irland zur Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare ist auch hier in Deutschland erneut eine Diskussion zum gleichen Thema entbrannt. Alle Expert_innen bestätigen eine überwältigende Mehrheit innerhalb der Bevölkerung für die komplette rechtliche Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der traditionellen Ehe. Dieser längst überfällige Schritt ist bislang am vehementen Widerstand der Union gescheitert, die in ihrer Argumentation den besonderen Schutz der Ehe gefährdet sieht und sich auf ihre konservativ-christlichen Werte beruft. Allerdings mehren sich derzeit auch innerhalb der Union die Stimmen, die offenbar endlich die Zeichen der Zeit erkannt haben und die Ablehnung der Eheöffnung nicht mehr länger nachvollziehen können. Seit langem gibt es, neben der positiven Mehrheitsmeinung innerhalb der Gesellschaft, auch eine Mehrheit im Deutschen Bundestag.

Die AG Lesben und Schwule in der der SPD Schleswig-Holstein fordert daher in dieser wichtigen Sache, den Fraktionszwang aufzuheben und das Abstimmungsverfahren freizugeben. Die Ehe für alle ist aus unserer Sicht der einzig nachvollziehbare und längst überfällige Schritt, um die bestehende Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften endlich zu beenden. Die aktuell beschlossenen Veränderungen einiger Gesetzestexte sind nichts weiter als redaktionelle Anpassungen und werden der Kernforderung der SPD nicht im Ansatz gerecht.

100% Gleichstellung nur mit uns!

„Es ist mehr als überfällig, die unübersehbaren Zeichen der Zeit zu erkennen und endlich einen wirklich großen Wurf zu wagen. Sich weiterhin vom Bundesverfassungsgericht treiben zu lassen, ist für uns keine Alternative“, so Gerrit Köhler weiter.

Deutschland hinkt in dieser Frage mittlerweile anderen Ländern hinterher und sollte sich am Vorbild Irlands ein Beispiel nehmen.

Die Schwusos sind die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD.

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