Ziffern taugen nicht zur Leistungsmessung

Zur heutigen Vorstellung der Kompetenzzeugnisse durch das Bildungsministerium erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel: Jede Schülerin, jeder Schüler lernt anders und entwickelt sich anders. Starre Ziffernnoten sind unserer Ansicht nach Momentaufnahmen, die dem nicht Rechnung tragen.

Zur heutigen Vorstellung der Kompetenzzeugnisse durch das Bildungsministerium erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel: Jede Schülerin, jeder Schüler lernt anders und entwickelt sich anders. Starre Ziffernnoten sind unserer Ansicht nach Momentaufnahmen, die dem nicht Rechnung tragen.

Gegen nicht standardisierte Berichte wird, teilweise zu Recht, eingewendet, dass sie seitens der Lehrerkräfte subjektiv, seitens der Schüler und Eltern in ihrem Inhalt und in ihrer Bedeutung schwer verständlich und die nötigen Konsequenzen unklar seien.

Viele Schulen haben sich dafür entschieden, bis auf weiteres an Notenzeugnissen festzuhalten. Das respektieren wir selbstverständlich. Wir überlassen es der FDP, über eine Volksinitiative den Zwang zu Ziffernnoten wieder einzuführen.

Die jetzt vorgestellten standardisierten Kompetenzzeugnisse bringen Klarheit und Sicherheit in die Diskussion. Sie werden, davon sind wir überzeugt, auf Sicht auch weitere Schulen dazu bewegen, eine andere Entscheidung zu treffen. Die Probezeit von drei Jahren ist angemessen, in der Schulen noch ihre selbst entwickelten Kompetenzraster verwenden können.

Es geht nicht darum, Leistung an den Schulen in Frage zu stellen; das wäre unsinnig. Aber es geht um die bestmögliche und differenzierte Erfassung von Leistung, auch in der individuellen Dynamik von Stärken und Schwächen.

Zur Person

Kai Vogel ist seit 2012 Mitglied des Landtages. Der studierte Lehrer aus Pinneberg ist schul- und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion

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