Lieber etwas später als viel später oder nie

Zur Berichterstattung über die die Schulassistenten erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Klar ist: Im Schuljahr 2015/2016 gibt es mit den neuen Schulassistenten eine zusätzliche Unterstützung für die Grundschulen in Schleswig-Holstein. Klar ist auch: Mit einer Verschiebung um ein Jahr hätte es diese Unterstützung in diesem Schuljahr noch nicht gegeben. Und mit einer anderen Regierung überhaupt nicht. Zur Erinnerung: Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung war der Ansicht, Inklusion sei kostenneutral zu bekommen. Nachzulesen in <a href="http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl17/drucks/1500/drucksache-17-1568.pdf">Drucksache 17/1568</a>. Zu dieser Zeit hießen die zuständigen Fachpolitikerinnen in CDU und FDP übrigens Franzen und Klahn.

Zur Berichterstattung über die die Schulassistenten erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat: Klar ist: Im Schuljahr 2015/2016 gibt es mit den neuen Schulassistenten eine zusätzliche Unterstützung für die Grundschulen in Schleswig-Holstein. Klar ist auch: Mit einer Verschiebung um ein Jahr hätte es diese Unterstützung in diesem Schuljahr noch nicht gegeben. Und mit einer anderen Regierung überhaupt nicht. Zur Erinnerung: Die schwarz-gelbe Vorgängerregierung war der Ansicht, Inklusion sei kostenneutral zu bekommen. Nachzulesen in Drucksache 17/1568. Zu dieser Zeit hießen die zuständigen Fachpolitikerinnen in CDU und FDP übrigens Franzen und Klahn.

Diese Landesregierung gibt zusätzliche Ressourcen ins Bildungssystem. Für die Kitas, für die Schulen und die Hochschulen. Bleiben wir im Bereich Schule: Mehr Lehrerstellen als von Schwarz-Gelb geplant, mehr Schulsozialarbeit, mehr Schulpsychologen und, neu, Schulassistenten. Zunächst werden Schulassistenten im Umfang von 314 Vollzeitstellen eingestellt, 13,2 Millionen Euro stehen jährlich zur Verfügung. Weil diese Stellen für qualifizierte Erzieherinnen und Erzieher berechnet sind, teilweise aber von Anderen übernommen werden können, und weil viele Stellen nicht in Vollzeit angeboten oder mit anderen Teilzeitstellen verbunden werden können, rechnen wir mit 400 bis 600 Schulassistentinnen und Schulassistenten, die zwischen dem 1. August 2015 und 1. August 2016 ihren Dienst antreten sollten. Und wenn es zwischen dem 01. September 2015 und dem 01. August 2016 ist – so what?

Die Schulassistenten sollen nicht Lehrkräfte im Unterricht vertreten oder die Schulbegleiter ersetzen. Sie können die Schule, Klassen. Lehrkräfte oder einzelne Kinder unterstützen, während des Unterrichts, während der Pausen, bei unterrichtsergänzenden Angeboten oder bei besonderen Projekten und Klassenfahrten.

Die Verteilung der Landesmittel richtet sich nach der Zahl der Grundschüler; auf jeden Grundschüler (Stichtag: 19.9.2014) kommen pro Jahr 125 €; dieser Satz wird an die Tarifentwicklung angepasst und soll ab 2018 anhand der aktuellen Schülerzahlen überprüft werden. 5 % der Landesmittel (2015 wegen der Startphase sogar 10 %) können für Verwaltungs- und Sachkosten eingesetzt werden. Das Land zahlt die Mittel künftig nach Prüfung der Anträge zum 15. Oktober und zum 15. März aus. Jede Grundschule wird einen Schulassistenten bekommen, größere Schulen mehrere.

Wir tun was, die anderen meckern. Bei dieser Arbeitsteilung können wir es gerne noch lange belassen. Den Schülerinnen und Schülern wird es helfen.

Zur Person

Martin Habersaat ist seit 2009 Mitglied des Landtages. Dort ist er Mitglied im Bildungsausschuss, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Hochschulpolitischer Sprecher.

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