Dekade der Alphabetisierung startet mit vielen Projekten

„Bund und Länder wollen in den nächsten zehn Jahren die Lese- und Schreibfähigkeiten von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland deutlich verbessern“, kündigt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann am Internationalen Weltalphabetisierungstag der UNESCO an. Das Besondere: Die SPD-Bundestagsfraktion hatte hierzu einen Antrag mit eingebracht, der jetzt auch in vereinfachter Sprache vorliegt. „Wir wollen, dass sich Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche leichter selbstständig über die Forderungen der Koalitionsfraktionen zur nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung informieren können“, so Rossmann.

„Bund und Länder wollen in den nächsten zehn Jahren die Lese- und Schreibfähigkeiten von 7,5 Millionen funktionalen Analphabeten in Deutschland deutlich verbessern“, kündigt der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann am Internationalen Weltalphabetisierungstag der UNESCO an. Das Besondere: Die SPD-Bundestagsfraktion hatte hierzu einen Antrag mit eingebracht, der jetzt auch in vereinfachter Sprache vorliegt. „Wir wollen, dass sich Menschen mit Lese- und Rechtschreibschwäche leichter selbstständig über die Forderungen der Koalitionsfraktionen zur nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung informieren können“, so Rossmann.

Bei rund 7,5 Millionen Menschen mit einer ausgeprägten Lese- und Rechtschreibschwäche bis hin zum Analphabetismus würde dies für den Kreis Pinneberg eine Zahl von rund 28.000 Betroffenen bedeuten. Dabei scheuen sich noch immer viele Betroffene aus Angst vor gesellschaftlicher Stigmatisierung, professionelle Hilfe zu suchen. Im Rahmen der Alphabetisierungsdekade sollen daher jetzt verstärkt Angebote mit möglichst niedriger Hemmschwelle gefördert werden. So sollen beispielsweise spezielle Online-Plattformen und Apps zu einem leichten Einstieg im Umgang mit Sprache, Buchstaben und Rechtschreibung verhelfen.

Rossmann informiert darüber hinaus, dass die vom Bund geförderten Programme und Projekte auch Flüchtlingen offen stehen sollen, um sie beim Lernen der deutschen Sprache zu unterstützen. Auch das Programm „Lesestart“ wird ab März 2016 auf Flüchtlingskinder ausgeweitet. Alle Erstaufnahmeeinrichtungen werden Lese- und Medienboxen für die pädagogische Arbeit mit Kindern erhalten. Vorlesepaten wird es ebenso geben.

Neben dem Bund werden auch in den Ländern Konzepte zur qualitativen Stärkung der Angebote entwickelt und erprobt. Rossmann: „Mit der Einrichtung regionaler Grundbildungszentren wird betroffenen Menschen stärker in ihrer Umgebung geholfen. Sehr wichtig ist es dabei, in den Kommunen und Landkreisen lokale Bündnispartner zu gewinnen und Netzwerke aufzubauen.“

Der Bund wird außerdem arbeitsmarktnahe Angebote konzipieren, so dass Grundbildung in den Kontext von betrieblichen Weiterbildungsangeboten eingebaut werden kann. Rossmann: „Gemeinsam mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund wird ein Konzept zum Einsatz von Lernberaterinnen und -beratern in den Betrieben entwickelt. Um Unternehmen zu motivieren, soll künftig jedes Jahr ein in der Alphabetisierung besonders engagiertes Unternehmen mit einem Preis auszeichnet werden. Eine Informationskampagne soll zudem über funktionalen Analphabetismus informieren und das Thema enttabuisieren.

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