Meilenstein für die Pflege

Ausbildung erhält bessere Qualität und ist vor allem endlich kostenlos! Am Freitag, 18. März, findet die erste Lesung des neuen Pflegeberufegesetzes im Deutschen Bundestag statt, womit der Startschuss für die Abgeordneten zur Neuordnung der Pflegeberufe gegeben ist. Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn aus Ostholstein ist dieser Gesetzentwurf ein Systemwechsel und der nächste Schritt in der Pflegereform, für den die SPD jahrelang gekämpft hat.

Pflegerin_Foto: colourbox / Erwin Wodicka
Pflegerin

Ausbildung erhält bessere Qualität und ist vor allem endlich kostenlos! Am Freitag, 18. März, findet die erste Lesung des neuen Pflegeberufegesetzes im Deutschen Bundestag statt, womit der Startschuss für die Abgeordneten zur Neuordnung der Pflegeberufe gegeben ist. Für die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn aus Ostholstein ist dieser Gesetzentwurf ein Systemwechsel und der nächste Schritt in der Pflegereform, für den die SPD jahrelang gekämpft hat.

bettina-hagedorn_8688362967_oBettina Hagedorn: „Mit dem neuen Pflegeberufegesetz wird nach jahrelanger Diskussion mit den Berufsverbänden sowie zwischen Bund und Ländern endlich die bislang getrennte Ausbildung der Berufe in der Kranken- und Altenpflege zusammengeführt. Durch diese längst überfällige Neuordnung hin zu einer generalisierten Ausbildungsstruktur wollen wir die beruflichen Chancen der Beschäftigten in der Pflege verbessern, die Attraktivität des Berufsbildes angesichts des großes Fachkräftebedarfes steigern und die Altenpflegeausbildung endlich auch grundsätzlich bundesweit kostenlos anbieten.

Es war seit langem ein Skandal, dass Auszubildende in der Altenpflege trotz enormen Fachkräftemangels auch noch ihre eigene Ausbildung mitfinanzieren mussten. In Anbetracht der demographischen Entwicklung ist eine gemeinsame Grundausbildung in Kranken- und Altenpflege dringend erforderlich. Gleichzeitig wird es natürlich auch künftig eine erforderliche Spezialisierung in der Alten-, Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege geben. Es wird durch ausreichend lange Übergangsfristen und Abstimmungen in den Lehrplänen sichergestellt sein, dass auch weiterhin Spezialwissen vermittelt und Qualität weiter verbessert werden kann. Entscheidend ist aber die künftige gesetzliche Verankerung der Durchlässigkeit innerhalb der Pflegeberufe und zusätzlich von der Helferausbildung bis hin zum akademischen Abschluss.

Dadurch wollen wir die Attraktivität der Berufe deutlich steigern und gerade die Altenpflegekräfte aus ihrer – häufig so empfundenen – beruflichen Sachgasse holen. Mit der Einführung einer grundständigen akademischen Ausbildung – gleichberechtigt neben der fachschulischen – wollen wir das Angebotsspektrum zusätzlich erweitern.

5. Runder Tisch Pflege

Am 22. April lade ich gemeinsam mit meiner Kollegin, der SPD-Sprecherin für Gesundheit, Hilde Mattheis, zu zwei öffentliche Veranstaltungen zum Pflegeberufegesetz
und seinen Auswirkungen in Ostholstein ein: Wie bereits zugesagt wird mein bereits ‚5. Runder Tisch Pflege‘ mittags in der August-Bier-Klinik in Bad Malente stattfinden, bei dem die im Bundestag noch stattfindende Expertenanhörung sowie mögliche parlamentarische Gesetzesänderungen ausführlich mit Betroffenen und Interessierten diskutiert werden. Abends folgt eine öffentliche Diskussionsrunde in der Asklepios Klinik in Bad Schwartau – wer Interesse an einer persönlichen Einladung hat, kann sich gerne im Eutiner Wahlkreisbüro melden Bei den vorherigen vier ‚Runden Tischen zur Pflege‘ in Ostholstein seit 2013 war die Ausbildung immer wieder eines der Kernthemen der Debatte – sowohl mit Schleswig-Holsteins Sozialministerin Kristin Alheit wie auch mit den SPD-Fachfrauen aus dem Bundestag Ulla Schmidt und Dr. Carola Reimann.“

In Schleswig-Holstein arbeiteten 2013 rund 40.000 Menschen allein in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen mit fast 90.000 Pflegebedürftigen, deren Zahl
naturgemäß ständig steigt. Auch in den Krankenhäusern brauchen gerade immer mehr ältere Patienten nicht nur gesundheitliche, sondern eben auch pflegerische
Fürsorge.

Das Thema Pflege ist für Bettina Hagedorn bereits seit 14 Jahren Arbeitsschwerpunkt in ihrer Tätigkeit als Abgeordnete. Neben zahlreichen Veranstaltungen mit
den SPD-Gesundheitsexperten aus Berlin und Kiel führt sie regelmäßig – inzwischen neun (!) – eintägige Praktika in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern direkt vor Ort durch, um in persönlichen Gesprächen von den Beschäftigten zu hören, wo „der Schuh drückt“. Hagedorn: „Aus diesen Gesprächen und Diskussionen nehme ich immer wertvolle Eindrücke und Anregungen mit nach Berlin, um die Rahmenbedingungen der Pflege zu verbessern. Ich bin fest
überzeugt: Das neue Gesetz ist ein guter Weg dazu und wird unseren Gesundheits- und Pflegestandort Ostholstein und Schleswig-Holstein stärken!“

Zur Person

Bettina Hagedorn ist seit 2002 SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Ostholstein. Sie ist stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Haushalt der SPD-Bundestagsfraktion und ordentliches Mitglied im Haushaltsausschuss. In der SPD Schleswig-Holstein ist Bettina Hagedorn seit 2007 stellvertretende Vorsitzende.

Links