Trauriger Tag für das vereinte Europa

Heute ist ein trauriger Tag für das vereinte Europa, aber ein richtig schwarzer Tag für das Vereinigte Königreich. Bei allen Mängeln, die die EU zweifellos in der administrativen und politischen Praxis hat, wird sich noch erweisen müssen, ob es eine kluge Entscheidung Großbritanniens gewesen ist, auf die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft endgültig verzichten zu wollen. Hinzu kommt, dass das klare Votum der schottischen, nordirischen vor allem aber auch der jüngeren Wählerinnen und Wähler für einen Verbleib in der EU einen Hinweis drauf geben könnte, welche innenpolitischen Spannungen Großbritannien bevorstehen.

Heute ist ein trauriger Tag für das vereinte Europa, aber ein richtig schwarzer Tag für das Vereinigte Königreich. Bei allen Mängeln, die die EU zweifellos in der administrativen und politischen Praxis hat, wird sich noch erweisen müssen, ob es eine kluge Entscheidung Großbritanniens gewesen ist, auf die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft endgültig verzichten zu wollen. Hinzu kommt, dass das klare Votum der schottischen, nordirischen vor allem aber auch der jüngeren Wählerinnen und Wähler für einen Verbleib in der EU einen Hinweis drauf geben könnte, welche innenpolitischen Spannungen Großbritannien bevorstehen.

Richtig ist aber auch, dass nun Klarheit herrscht. Großbritannien hat über Jahre geschwankt zwischen dem Wunsch, zur EU dazuzugehören oder doch lieber eine Insel sein zu wollen. Das ist nun demokratisch entschieden und es gehört zur Demokratie dazu, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren. Deswegen sollten wir mit diesem Votum auch nicht hadern, sondern die Aufgaben anpacken, die dieses Europa hat: Sozialer Zusammenhalt, eine wertegeleitete gemeinsame Politik und alles, was das Leben der Menschen besser macht. Das ist und bleibt die Aufgabe für ein Europa der Zukunft.

Eines haben wir aus der blutigen Geschichte des 20. Jahrhunderts gelernt: Mögen sich heute Populisten und Nationalisten über diesen Tagessieg die Hände reiben, Frieden und Wohlstand wird es dauerhaft nur in einem gemeinsamen sozialen Europa geben.

Dieser Artikel ist auch auf ralf-stegner.de erschienen.