„Islamunterricht muss in die Schulen!“

SPD-Bildungsexperte setzt sich für flächendeckende Regelung ein: "Der muslimische Religionsunterricht muss Regelangebot an deutschen Schulen werden." Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und Bildungssprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Für den Großteil der Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens gibt es in Deutschland bisher keinen schulischen Religionsunterricht, obwohl wir rund vier Millionen muslimische Mitbürger haben."

SPD-Bildungsexperte setzt sich für flächendeckende Regelung ein: „Der muslimische Religionsunterricht muss Regelangebot an deutschen Schulen werden.“ Das fordert der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete und Bildungssprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Ernst Dieter Rossmann. „Für den Großteil der Schülerinnen und Schüler muslimischen Glaubens gibt es in Deutschland bisher keinen schulischen Religionsunterricht, obwohl wir rund vier Millionen muslimische Mitbürger haben.“

Gerade die türkischstämmigen Familien seien wegen des fehlenden schulischen Angebots häufig auf die Angebote der DITIB-Gemeinden angewiesen, bemängelt Rossmann. „Es wäre gut, wenn es eine von den Schulbehörden beaufsichtigte und pädagogisch orientierte Alternative zum türkisch-islamischen Unterricht in den Moscheen gäbe, der leider sehr stark vom türkischen Staat beeinflusst ist.“ DITIB ist die Türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion. Sie untersteht dem staatlichen Präsidium für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, das seinerseits dem türkischen Ministerpräsidentenamt angegliedert ist.

Für den Bildungspolitiker ist das angestrebte Regelangebot auch eine Frage der Konsequenz in der Integrationspolitik: „Wir hätten diese Struktur, die der Logik unseres Schulsystems entspricht, eigentlich schon lange schaffen müssen!“ Auch die Ausbildung islamischer Theologinnen und Theologen und Lehrkräften für diesen Bereich an deutschen Universitäten müsse ausgebaut werden, fordert der SPD-Mann. „Es gibt die Einrichtungen und Ausbildungen bereits. Sie werden aber nicht reichen, wenn der Regelunterricht an den Schulen kommt“, so Rossmann.