Sichere Rente braucht gute Arbeitsbedingungen

Zur Debatte über die Erhöhung des Renteneintrittsalters erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Mitglied im Landesvorstand, Serpil Midyatli: „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man angesichts der aktuellen Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nachdenken kann. Der DGB-Vorsitzende Uwe Polkaehn hat ganz Recht: Wir dürfen die Arbeit und die Arbeitenden nicht entwürdigen. Nicht umsonst haben wir in der Bundesregierung die abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte mit mindestens 45 Beitragsjahren durchgesetzt. Das war eine wichtige Maßnahme.

Zur Debatte über die Erhöhung des Renteneintrittsalters erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Mitglied im Landesvorstand, Serpil Midyatli: „Ich kann nicht nachvollziehen, wie man angesichts der aktuellen Situation der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters nachdenken kann. Der DGB-Vorsitzende Uwe Polkaehn hat ganz Recht: Wir dürfen die Arbeit und die Arbeitenden nicht entwürdigen. Nicht umsonst haben wir in der Bundesregierung die abschlagsfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte mit mindestens 45 Beitragsjahren durchgesetzt. Das war eine wichtige Maßnahme.

Das Pflege- und Rentensystem benötigt erheblich mehr Finanzmittel, um der demografischen Entwicklung und dem Anspruch der Menschenwürde auch im Alter gerecht zu werden. Altersarmut ist unvereinbar mit sozialer Gerechtigkeit. Weichenstellungen sind deshalb unabdingbar, damit das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht weiter fällt, sondern künftig wieder ansteigt.

Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten steht fest: Dafür ist Gute Arbeit eine wichtige Voraussetzung, die ordentlich bezahlt wird, nicht krank macht und eine solide Alters-versorgung sichert. Wir müssen also dafür sorgen, dass Menschen in Arbeit sind und angemessen verdienen – dann haben wir einen großen Schritt zur Bekämpfung von Altersarmut bereits geschafft.

Darüber hinaus gilt es, am System der Rentenversicherung Änderungen vorzunehmen. Ein Rentenniveau von 43 Prozent, das darf es für Normal- und Geringverdiener, die jahrzehntelang gearbeitet haben, nicht geben. Die gesetzliche Rente muss Kern des Versicherungssystems bleiben und gestärkt werden, wir brauchen eine Solidar-Rente, der Übergang zwischen Erwerbsleben und Rente muss flexibel und nach Wünschen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestaltet werden. Die SPD Schleswig-Holstein hat auf ihrem Parteitag hierzu konkrete Maßnahmen beschlossen.

Wir brauchen ein Rentenniveau, das es Menschen im Alter erlaubt, gut und in Würde zu leben. Rente ist nicht Sozialleistung nach Kassenlage, sondern Ertrag von Lebensleistung.“

Zur Person

Die Kieler Unternehmerin Serpil Midyatlı ist seit 2009 für die SPD im Landtag. Sie ist Mitglied im Landesvorstand der SPD Schleswig-Holstein und stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

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