Digitalisierungsoffensive an Schulen kommt

Bundesbildungsministerin Wanka hat endlich erkannt, dass es einen erheblichen Investitionsbedarf im deutschen Bildungssystem gibt. Die angekündigte Digitalisierungsoffensive darf aber nur der Anfang sein. Gebraucht wird ein umfangreiches Programm zur Schulsanierung.

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Bundesbildungsministerin Wanka hat endlich erkannt, dass es einen erheblichen Investitionsbedarf im deutschen Bildungssystem gibt. Die angekündigte Digitalisierungsoffensive darf aber nur der Anfang sein. Gebraucht wird ein umfangreiches Programm zur Schulsanierung.

Ernst-Dieter Rossmann_Foto: Steffen Voß / CC-BY-SA
Ernst-Dieter Rossmann

„Ich freue mich, dass auch Bundesbildungsministerin Wanka von der CDU endlich erkannt hat, dass es einen erheblichen Investitionsbedarf im deutschen Bildungssystem gibt, und zumindest mit einer Digitalisierungsoffensive reagiert.“ Mit diesen Worten hat der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann das von der Ministerin angekündigte Programm kommentiert. „Das ist schon mal ein guter Ansatz. Fünf Milliarden Euro sind schließlich kein Pappenstiel. Aber diese Maßnahme darf auch nur der Anfang sein.“

Nach der Auffassung Rossmanns, der auch bildungs- und forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion ist, sollten die ersten Gelder der Digitalisierungsoffensive allerdings am besten schon in den Bundeshaushalt 2017 mit einfließen. „Das Problem ist erkannt, jetzt sollte mit der Lösung nicht zu lange gewartet werden!“

Der SPD-Politiker mahnt darüber hinaus noch weitere Investitionen im Schulbereich an. „Wir haben einen Schulsanierungsstau von 30 Milliarden Euro. Nach meinem Verständnis ist der Bund in der Pflicht, gemeinsam mit den Ländern im großen Stil aktiv zu werden.“ Die SPD habe deshalb eine Nationale Bildungsallianz vorgeschlagen und gefordert, neun Milliarden Euro an Investitionsmittel für die Stärkung der Schulen zu mobilisieren und habe dabei nicht nur die Digitalisierung im Blick, sondern den gesamten Sanierungsbereich. Rossmann: „Dieser breite Investitionsansatz bleibt richtig, denn die Qualität der Bildungsinfrastruktur muss ein Spiegelbild der Wertschätzung unserer Gesellschaft für gute Bildung werden.“ Ziel muss nach seinem Dafürhalten sein, eine bildungspolitische Wende unter anderem für die Förderung guter Ganztagsschulen, den Ausbau der Schulsozialarbeit und die weitere Stärkung unserer berufsbildenden Schulen einzuleiten.