1,6 Millionen Euro Förderprogramm für Sicherungsmaßnahmen

Innenminister Stefan Studt hat heute in Kiel ein Förderprogramm des Landes vorgestellt, mit dessen Hilfe sich Wohnungseigentümer besser gegen Einbruchdiebstahl schützen können. Das Land unterstützt Investitionen in moderne Sicherheitstechnik bei Bestandsbauten bis 2018 mit insgesamt 1,6 Millionen Euro.

Einbruch Haustür
Einbruch Haustür Bild: colourbox / Eduardo

Innenminister Stefan Studt hat heute in Kiel ein Förderprogramm des Landes vorgestellt, mit dessen Hilfe sich Wohnungseigentümer besser gegen Einbruchdiebstahl schützen können. Das Land unterstützt Investitionen in moderne Sicherheitstechnik bei Bestandsbauten bis 2018 mit insgesamt 1,6 Millionen Euro.

Stefan Studt_Foto: Steffen Voß / CC-BY-SA
Stefan Studt Bild: Steffen Voß / CC-BY-SA

„Wir geben den Eigentümern von selbst genutztem Wohnraum ein wichtiges Instrument an die Hand, um sich vor Einbrechern zu schützen“, sagte Studt. „Sicherheit darf nicht am fehlenden Geld scheitern. Unser Förderprogramm unterstützt Bürgerinnen und Bürger, die sich hohe Investitionen in moderne Sicherheitstechnik selbst nicht in vollem Umfang leisten können.“

Simone Lange, die polizeipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, erklärt: „Wir begrüßen die Initiative des Innenministers, ein Förderprogramm für privaten Einbruchschutz aufzulegen. Damit setzt er richtige Anreize. Besserer Einbruchschutz ist die beste Prävention, denn die Wirksamkeit von Sicherungs- und Schutzmaßnahmen ist längst belegt. Es den Einbruchstätern so schwer wie möglich zu machen, heißt aber auch, dass man sich mit modernen technischen Schutzmaßnahmen den sich ändernden Vorgehensweisen der Täter anpassen sollte. Deshalb ist es richtig, dies mit einer Fördermöglichkeit zu unterstützen.“

Simone Lange_Foto: Steffen Voß / CC-BY-SA
Simone Lange Bild: Steffen Voß / CC-BY-SA

Gefördert werden u.a. der Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren, von Gittern und Rollläden sowie Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen. Die förderfähigen Kosten der Maßnahmen werden mit 20 Prozent bezuschusst, höchstens jedoch mit 1.600 Euro pro Maßnahme. Maßnahmen, deren Kosten unterhalb von 2.000 Euro liegen, sind nicht förderfähig.

Selbstnutzerinnen und Selbstnutzer von Wohneigentum können entweder Zuschüsse für Maßnahmen zum Einbruchschutz allein oder in Kombination mit Maßnahmen zur Barrierereduktion oder Energieeinsparung erhalten. Der maximale Gesamtzuschuss steigt dann auf 3.600 Euro. Das Programm lässt grundsätzlich auch eine Kombination mit anderen Förderprogrammen zu.

Anträge können bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) ab sofort gestellt werden. Das Antragsverfahren dauert durchschnittlich 14 Tage. Bei positivem Bescheid werden die Mittel kurzfristig zur Verfügung gestellt.

Für die Beratung von Bürgerinnen und Bürgern stehen die örtlichen Präventionsstellen der Landespolizei zur Verfügung. Die technische Beratung erfolgt über sogenannte Facherrichterfirmen. Die Facherrichterliste ist auf der Internetseite der Landespolizei in der Rubrik Einbruchschutz abrufbar.

Weitere Informationen zu dem Förderprogramm sind auf der Internetseite der Investitionsbank Schleswig-Holstein zu finden: Informationen der IB.SH zum Förderprogramm