Fortbestand der Traditionsschiffe sichern

„Bürokratische Hürden und unerfüllbare Sicherheitsauflagen dürfen nicht dazu führen, dass die Traditionsschiffe aus unseren Häfen und Gewässern verschwinden!“

Segelschiff_Foto: Steffen Voß / CC-BY-SA
Segelschiff Bild: Steffen Voß / CC-BY-SA

„Bürokratische Hürden und unerfüllbare Sicherheitsauflagen dürfen nicht dazu führen, dass die Traditionsschiffe aus unseren Häfen und Gewässern verschwinden!“ Diese Forderung hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann bekräftigt. Bei der notwendigen Überarbeitung der Sicherheitsregeln solle das Bundesverkehrsministerium die Besorgnisse der Verbände ernst nehmen und so weit wie möglich berücksichtigen.

Ernst-Dieter Rossmann_Foto: Steffen Voß / CC-BY-SA
Ernst-Dieter Rossmann

„Es gibt erste Signale von Verkehrs-Staatssekretär Enak Ferlemann von der CDU, dass das Ministerium nun doch auf die Bedenken eingehen möchte“, berichtet Rossmann. „Das begrüße ich ausdrücklich. Schließlich haben wir den Erhalt der Traditionsschifffahrt ausdrücklich in den Koalitionsvertrag hineingeschrieben.“

Rossmann hatte sich unter anderem bei einem Vor-Ort-Termin auf dem Kreis Pinneberger Traditions-Ewer „Gloria“ im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Betreibervereins, Ulrich Grobe, über die Problematik informiert und setzt sich in Berlin für den Erhalt derartiger Wasser-Oldtimer ein.

Gemeinsam mit seinen Kollegen aus der „Küstengang“, einem Zusammenschluss von SPD-MdBs aus den norddeutschen Bundesländern, die sich im Bereich maritimer Fragen engagieren, hatte Rossmann Ende Oktober bei der Neufassung der Sicherheitsverordnung auf Rücksichtnahme des Bundesverkehrsministeriums auf den Erhalt der Schiffs-Oldtimer gedrungen.

„Die Traditionsschifffahrt repräsentiert unser maritimes Erbe“, betont Rossmann. „Es wird von keinem der betroffenen Verbände bestritten, dass es neue Sicherheitsregeln geben muss, und dass es dabei auch zu Verschärfungen kommen muss. Aber was nicht angeht, ist, dass unsinnige Regelungen, von denen noch viel zu viele im Dobrindt-Entwurf enthalten sind, zur Existenzfrage für den gesamten Traditionsschiffsbereich werden.“

Nach einem Treffen der SPD-„Küstengang“ mit Vertretern des Dachverbands „Gemeinsame Kommission für Historische Wasserfahrzeuge“ (GSHW) würdigten die Sozialdemokraten insbesondere das ehrenamtliche Engagement vieler Traditionsschiffer.

„Auch der Respekt ihnen gegenüber gebietet einen abgewogenen Umgang mit der Thematik“, macht Rossmann deutlich. Der Kreis Pinneberger Abgeordnete und seine Fraktionskolleginnen und -kollegen aus dem maritimen Zusammenhang unterstützen deshalb die Bemühungen Schleswig-Holsteins, das federführend für die norddeutschen Bundesländer die die Neufassung der neuen Verordnung begleitet. Das Land strebt eine Regelung an, die sowohl das öffentliche Sicherheitsinteresse als auch den Erhalt der Traditionsschifffahrt im Auge hat. Rossmann: „Ich hoffen sehr, dass mit Übergangsfristen und Bestandsregelungen eine Lösung gefunden wird, mit der alle zufrieden sein können.“