Zum Antrag der der SPD-Fraktion “Keine Übertragung der Verwaltung der Bundesstraßen an den Bund“ erklärt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Kai Vogel: Die von der schwarzen Ampel erwogene Übertragung der Bundesstraßen auf die Bundesagentur ist falsch. Bereits im letzten Jahr wurde entschieden, dass zukünftig die Bundesautobahnen ausnahmslos von Berlin aus verwaltet, geplant und realisiert werden. Die neue Landesregierung erwägt nun auch noch die Bundesstraßen an Berlin abzugeben. Dies lehnt die SPD-Landtagsfraktion kategorisch ab.

Die Erfahrungen aus der Übertragung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung haben gezeigt, dass so ein Prozess viele Jahre dauern und die Handlungsfähigkeit einer Behörde stark einschränken kann.
Auch der neuen Landesregierung dürfte bekannt sein, dass es bereits jetzt akuten Personal- und Nachwuchsmangel gibt. Sinnvoller wäre daher, die aus der Übertragung der Autobahnen an den Bund gewonnenen Kapazitäten zu nutzen, um die Straßenbauverwaltung zukunftssicher aufzustellen. Die Prüfung der Landesregierung führt letztlich also nur dazu, die Unsicherheiten beim Personal weiter zu vergrößern und zu verlängern. Stattdessen sollte möglichst schnell eine Entscheidung her. Daher haben wir für die Julitagung einen entsprechenden Antrag in den Landtag eingebracht.
Zur Person
Kai Vogel ist seit 2012 Mitglied des Landtages. Der studierte Lehrer aus Pinneberg ist schul- und
verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion
