700 Mitglieder diskutieren Zukunft der SPD

"Wie können wir wieder Wahlen gewinnen?" war die Frage, die über dem Nachmittag schwebte. Gut 700 SPD Mitglieder waren nach Hamburg gekommen um darüber zu diskutieren.

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#SPDerneuern Bild: Steffen Voß / CC-BY-SA

„Wie können wir wieder Wahlen gewinnen?“ war die Frage, die über dem Nachmittag schwebte. Gut 700 SPD Mitglieder aus Hamburg, Schleswig-Holstein und den anderen Bundesländern in der Umgebung waren am 28. Oktober nach Hamburg ins „Terminal Tango“ gekommen um darüber zu diskutieren.

Der Parteivorsitzende Martin Schulz hatte nach der verlorenen Bundestagswahl im September zu offenen Diskussion eingeladen. In acht Veranstaltungen bundesweit will er über die Fehler der Vergangenheit und die Chancen für die Zukunft sprechen. So fiel seine Begrüßungsrede entsprechend kurz aus. Das Wort sollten die Mitglieder haben.

In Gruppen von 10-12 Personen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Zum Abschluss präsentierten die Gruppen jeweils ihre Ergebnisse. Alle Ideen wurden auf Plakaten und Postkarten festgehalten und werden vom SPD-Team in der Parteizentrale in Berlin ausgewertet.

Als erstes Fazit schrieb Martin Schulz in einer Mail an alle Teilnehmer: „Ich habe viele Ideen und Impulse aus der Diskussion mit genommen.“ Wichtig sei der vielfach genannte Hinweis, dass es uns gelingen muss, die „großen Linien“ unserer Politik stärker herauszuarbeiten. Diese Zukunftsvision solle zugespitzt und klar formuliert sein, so dass wir wieder verstanden werden. „Ihr habt außerdem gesagt, dass ‚diese Art der Veranstaltung‘ fortgesetzt werden sollte, um den Austausch mit euch, den neuen Mitgliedern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern fortzuführen. Wir müssen mehr zuhören, diskutieren und manchmal auch streiten. Was ihr mir auch mitgegeben habt, ist der Auftrag, unsere Parteiarbeit auf das digitale Zeitalter auszurichten und attraktive Angebote zur Beteiligung aller bei der Neuaufstellung der SPD zu schaffen.“

Martin Schulz sicherte zu, dass sich die SPD die nächsten zwei Jahren Zeit nehme, um sich gemeinsam zu erneuern. Der nächste Schritt ist das Arbeitsprogramm des Parteivorstands, das auf dem Bundesparteitag im Dezember beschlossen werden soll.