Kieler Ratsfraktion ehrt Engagement für Menschen mit psychischer Erkrankung

Vor über 200 Gästen hat die SPD-Ratsfraktion im Ratssaal des Kieler Rathauses den Eckehard-Raupach-Preis an die AG Handlungsplan verliehen.

Gruppenfoto mit der AG Handlungsplan
ein Gruppenfoto mit der AG Handlungsplan. Auf dem Foto: Mitglieder der AG Handlungsplan, der Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Friedrich Traulsen (2. Reihe, 1.v.l.), Gerwin Stöcken (2. Reihe, 3.v.l.), Gundula Raupach (1. Reihe, 1.v.l.), Direktorin des ZIP, Professorin Kamila Jauch-Chara (3. Reihe, 5.v.r.) Bild: Olaf Bathke

In ihrer Festrede unter dem Titel „Psychische Erkrankungen – der Weg zur Entstigmatisierung“ wies die Direktorin des Zentrums für Integrative Psychiatrie (ZIP) am UKSH, Professorin Kamila Jauch-Chara, auf die Stigmatisierung hin, die viele Menschen mit psychischer Erkrankung erlitten. Ein Drittel aller Menschen erfahre im Laufe seines Lebens eine solche Erkrankung. Es komme daher darauf an, gemeinsam Vorurteile abzubauen und Stigmata zu bekämpfen. Öffentliche Aufklärung sei dazu ein wichtiger Weg.

Foto von der Übergabe des Eckehard-Raupach-Preises
(v.l.n.r.): Andreas Kölln, Christian Sach (beide AG Handlungsplan), Dr. Hans-Friedrich Traulsen (Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion), Thomas Bartels (AG Handlungsplan), Gerwin Stöcken (Stadtrat für Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport) Bild: Olaf Bathke

Sozialstadtrat Gerwin Stöcken zeichnete in seiner Laudatio die Arbeit der „AG Handlungsplan“ als beeindruckendes Engagement aus. Er würdigte ihren Einsatz als bedeutend für alle Menschen mit psychischer Erkrankung, der dazu beitrage, das Leben der Menschen zu verbessern und ihre Wünsche und Meinungen in die politische Diskussion einzubringen.

In seiner Rede hob der Fraktionsvorsitzende der SPD-Ratsfraktion Dr. Hans-Friedrich Traulsen hervor, dass Eckehard Raupach sich besonders darum gekümmert habe, dass sich alle Menschen Gehör verschaffen können für ihre Anliegen. Der Preis solle Raupachs Wirken und sein politisches Anliegen in Kiel lebendig halten. Traulsen betonte, es sei Anliegen der SPD im Kieler Rathaus, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, um Menschen mit Problemen direkt helfen zu können. Außerdem stellte Traulsen die neu erschienene Dokumentation zur Feier des 70. Fraktionsjubiläums der SPD am 13. Oktober 2016 vor, die den Anspruch der SPD, die Kiel-Partei zu sein, nachdrücklich unterstreiche.

Zum Preisträger

Im März 2014 fand in Kiel ein sozialpolitisches Hearing zur Situation von Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Behinderung statt. Daraufhin hat die Ratsversammlung beschlossen, einen Handlungsplan Psychiatrie für die Landeshauptstadt erstellen zu lassen. Im Folgenden hat sich eine Arbeitsgruppe von Menschen mit psychischer Erkrankung, Beeinträchtigung oder Behinderung gebildet, die – inzwischen mit Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands – daran arbeitet, die Interessen der Betroffenen zu vertreten.

Inzwischen ist die AG Handlungsplan immer mehr auch in anderen sozialen Bereichen aktiv.

Spenden für die Arbeit der AG Handlungsplan werden entgegengenommen unter diesen Kontodaten: Kontoinhaber:

Der Paritätische SH
IBAN: DE39 2109 0007 0090 0040 27
Verwendungszweck: AG Handlungsplan