Gemeinsam Ideen entwickeln

120 SPD-Mitglieder aus dem ganzen Land sind heute Vormittag zum PerspektivCamp nach Neumünster in die Theodor-Litt-Schule gekommen, um an neuen Ideen für die SPD zu arbeiten.

Workshop: "Wie bringen wir unsere Talente auf den Platz?" Bild: Steffen Voß

Drei Arbeitsgruppen hatte der Landesparteitag eingesetzt, um über Programm, Personal und Organisation der SPD in Schleswig-Holstein zu diskutieren und konkrete Vorschläge zu erarbeiten. In den letzten Wochen haben diese Arbeitsgruppen sich sortiert und ihre Themen vorbereitet. Das PerspektivCamp sollte ein wichtiger Zwischenschritt werden: Eingeladen waren alle SPD Mitglieder, sich in die Arbeit einzubringen.

Nach einer Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Ralf Stegner, erklärte der Landesparteiratsvorsitzende Olaf Schulze das weitere Vorgehen: Jede der drei Kommissionen hatte drei Themen vorgeschlagen und Vertreterinnen und Vertreter dafür benannt. Programmatische Fragen von Arbeit bis Umweltschutz standen im Raum aber auch ganz praktische Fragen wie „Wie gehen wir mit neuen Mitglieder um?“

Die Teilnehmenden des Perspektivcamps teilten sich auf diese neun Themengruppen auf und begannen zu arbeiten. Einige Gruppen blieben in den Klassenzimmern, andere suchten sich ein Plätzchen in der Sonne zum Diskutieren. Nach 40 Minuten konnten alle die Arbeitsgruppe wechseln und zu einem zweiten Thema weiter diskutieren.

Nach dem zweiten Durchgang präsentierten die Moderatorinnen und Moderatoren der Themengruppen ihre Ergebnisse. „Kandidaturen sollten zukünftig positiv bewertet werden“, war ein Fazit, das Sophia Schiebe, Landesvorsitzende der Jusos, für ihre Gruppe zog. Bislang werde es in der SPD noch zu oft als Problem gesehen und „Kampfkandidatur“ genannt, wenn mehrere Personen sich auf die gleiche Position bewerben.

In der Gruppe von Wiebke Tischler, Vorsitzende der SPD Kellinghusen, ging es um die Zukunft der Ortsvereine. „Zusammenlegungen kleiner Ortsvereine bieten Chancen, aber auch Risiken“, erklärte sie. Man müsse das immer mit einem gewissen Augenmaß machen. Ein kleiner Ortsverein könne trotzdem einen tollen Wahlkampf machen. In jedem Fall dürften Ortsvereine nur zusammengelegt werden, wenn das für alle Beteiligten in Ordnung ist.

Selbstbewusst rausgehen!

„Wie gewinnen wir wieder Wahlen,“ ist eine sehr zentrale Frage und sie war das Thema der Arbeitsgruppe von Denise Plath. „Wir brauchen mehr Mut, uns als SPD nach außen zu zeigen,“ fasste sie zusammen. Die Inhalte müssen geschärft werden. Die Ziele müssen mutig sein. Und allen muss klar sein, wofür die SPD eigentlich steht. Das geht nur mit einer klaren Sprache, die sich nicht hinter Fachbegriffen versteckt.

Nach der Mittagspause fanden sich dann die drei Kommission zusammen, um die Ergebnisse des Tages und die weiteren Schritte zu besprechen. Auch dazu waren alle eingeladen, die noch Lust hatten.

Der nächste Stopp ist der Landesparteirat am 25. August. Dort sollen die Arbeitsgruppen über den Stand ihrer Arbeit berichten.

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