„Streik findet nicht in der Freizeit statt!“

Die Schülerinnen und Schüler, die bei #fridaysforfuture auf die Straße gehen, wollen nicht nur theoretisch in der Schule über Klimaschutz reden, sondern für echte Veränderung sorgen.

Bild: Jörg Farys, Fridays for Future / CC-BY

Ministerin Prien widerspricht sich in ihrer Kritik selbst: Sie ruft 2019 zum Jahr der politischen Bildung aus und kritisiert gleichzeitig den politischen Protest der Schülerinnen und Schüler. Politische Bildung befähigt Menschen dazu, im Sinne ihrer eigenen Interessen aktiv zu werden.

Das Klima zu retten und unsere Erde zu bewahren, gehört zu den existenziellen Interessen der jungen Generation. Deshalb hat der Protest meine volle Unterstützung. Er ist aus meiner Sicht das Ergebnis gelungener politischer Bildung. Politik ist nun mal kein Planspiel, sondern muss praktisch sein. Und Streik findet nicht in der Freizeit statt! Vielleicht versteht die Ministerin das auch noch! Und wenn die Landesregierung ihre Hausaufgaben beim Ausbau der Windkraft machen würde, gäbe es auch weniger Anlass für Protest.

Delara Burkhardt