Kinder mit Eltern_Foto: colourbox
Familien-Arbeitszeit

Familie und Beruf noch besser verbinden

Auch wenn es in Deutschland noch eine Utopie ist, hält der Kreis Pinneberger SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann die schrittweise Einführung einer Familienarbeitszeit für notwendig. Rossmann: „Die skandinavischen Länder sind uns hier schon gut voraus.“

Ernst-Dieter Rossmann_Foto: Steffen Voß / CC-BY-SA

Ernst-Dieter Rossmann

Konkret geht es dem Abgeordneten darum, dass es einen finanziellen Ausgleich für die Familien gibt, wenn beide Elternteile ihre Arbeitszeit zur Kindererziehung verringern. Das gleiche Muster sollte von vornherein auch für die Familien angewandt werden, die zuhause ihre Eltern oder Geschwister pflegen und ihre Arbeitsstunden reduzieren möchten.

Rossmann: „Familienministerin Manuela Schwesig hat diese wegweisenden Ideen ja schon zu Beginn dieser Legislaturperiode in die Diskussion gebracht und ist damals leider von der CDU-Kanzlerin sehr hart zurückgewiesen worden.“ Dabei seien diese Vorschläge doch gerade dafür hilfreich, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie materiell für alle Interessierten abzusichern und die Familien und ihre Verantwortung füreinander deutlich zu stärken.

Rossmann: „Für eine fortschrittliche Familienpolitik, die die gewachsenen Anforderungen im Beruf und die Notwendigkeit von kontinuierlicher Verbindung zur Berufsarbeit auch mit Familienleben und Familienerfordernissen zusammendenkt, ist ein solches Instrument deshalb unverzichtbar.“ Speziell zur Pflege weist der Abgeordnete darauf hin, dass die Pflege Angehöriger eine große psychische, aber auch körperliche Belastung ist, für die es bisher zu wenig Anerkennung und Unterstützung gibt. „Bezahlter Sonderurlaub und ein Rückkehrrecht an den Arbeitsplatz nach einer Pflegezeit und auch die 10 Tage Pflegeunterstützungsgeld reichen hier noch nicht aus“, so Rossmann.