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Gleichstellung

Frauen haben in der CDU keinen Platz – nur 3 von 25 Abgeordneten weiblich

Zur Berichterstattung der Kieler Nachrichten (10.05.17) über die Kritik des Landesfrauenrates am Anteil weiblicher Abgeordneter im künftigen Parlament erklärt die Sprecherin für Gleichstellungspolitik der SPD-Landtagsfraktion, Serpil Midyatli: Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im schleswig-holsteinischen Landtag nehmen Gleichstellungspolitik sehr ernst. Die neue SPD-Landtagsfraktion kann in Sachen Gleichstellung der Geschlechter eine gute Bilanz aufstellen: Zehn der insgesamt 21 Abgeordneten sind Frauen, das entspricht knapp der Hälfte.

Serpil Midyatli

Serpil Midyatli

Alle anderen Fraktionen zusammen stellen 12 weibliche Abgeordnete. Das bedeutet auch, dass fast die Hälfte der im Landtag insgesamt vertretenen weiblichen Abgeordneten in den Reihen der SPD zu finden sind. Wir tragen also entscheidend dazu bei, dass das Parlament auch „weiblich“ ist. Ein Beispiel für Geschlechterungerechtigkeit und Beleg dafür, wie repräsentative Demokratie nicht aussehen darf, ist die neue CDU-Fraktion. Dort sind lediglich 3 der 25 Abgeordneten weiblich. Der legitime Anspruch von Frauen, dass ihre Lebenswirklichkeit sich in allen Bereichen widerspiegelt, hat in der CDU keinen Platz – und offensichtlich schon gar nicht im Parlament.

Zur Person

Die Kieler Unternehmerin Serpil Midyatlı ist seit 2009 für die SPD im Landtag. Sie ist Mitglied im Landesvorstand der SPD Schleswig-Holstein und stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

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