Wir machen das!_Foto: Rudi Riep
Landesparteitag

„Messt uns an unseren Taten“

Das Votum des außerordentlichen Landesparteitags am 26. November war eindeutig. Torsten Albig wird der Spitzenkandidat für die Landtagswahl werden. Die Delegierten belohnten seine engagierte und kämpferische Rede in den Neumünsteraner Holstenhallen mit stehendem Applaus.

Der Ministerpräsident verwies auf die Leistungsbilanz seiner Regierung. „Messt uns an unseren Taten!“, forderte er selbstbewusst.

Stolze Bilanz

Das Land stehe inzwischen unter den top Drei der Kindergartenversorgung. In den Schulen gebe es 2000 Lehrerinnen und Lehrer mehr als von der Vorgängerregierung geplant. 100 Euro Kitageld seien kein Wahlgeschenk, sondern die Einlösung eines Versprechens zur letzten Landtagswahl.

Besonderes Lob bekam Innenminister Stefan Studt für die Bewältigung des Flüchtlingszustroms. Torsten Albig: „Ich bin sehr stolz, einer Regierung vorzustehen, die all das erreicht hat.“ Das  Projekt sei aber noch nicht zu Ende. „Wir haben noch so viel zu tun,“ richtete der Regierungschef den Blick nach vorn. Schleswig-Holstein solle zu einer sozialen, ökologischen und ökonomischen Modellregion werden.

„Wir werden bis 2030 jede Straße in diesem Land saniert haben. Wir werden unsere Schulen so ausrüsten, dass wir nicht nur in zwei Fächern top sind, sondern in allen Fächern,“ konkretisierte Torsten Albig. „Wir werden den Menschen ein Gefühl von Hoffnung geben.“ Auch die kostenfreie Bildung von der Krippe bis zur Universität bleibt mittelfristiges Ziel.

Der Opposition warf er vor, das Land klein zu reden. „Wir werden ihnen dieses Land nicht wieder zurückgeben, weil es in unseren Händen besser aufgehoben ist,“ sagte der Ministerpräsident unter großem Beifall. Die SPD stehe besonders in der Pflicht, die Rechtspopulisten zurückzudrängen: „Wir wollen diese Angstmacher nicht in unserem Parlamenten!“

Ein harter Wahlkampf zu erwarten Der Wahlkampf werde vielleicht hart werden, kün- digte Torsten Albig an: „Aber ich Verspreche euch, dieser Härte standzuhalten und nicht in ihr zu verhärten.“

Landesvorsitzender Ralf Stegner stimmte auf den Wahlkampf ein: „Wir werden gemeinsam hart arbeiten müssen. Die Schwäche der Union hilft uns gar nicht. Wir müssen mit eigener Stärke alle für uns erreichbaren Wählerinnen und Wähler erreichen.“

Die Sozialdemokratie streite seit über 150 Jahren für die Idee einer humanen und solidarischen Gesellschaft. „Die Schwachen mitzunehmen ist nicht nur richtig, es lohnt sich auch für alle. Zusammenhalt zahlt sich aus – für alle.“

Die Schere zwischen arm und reich gehe immer weiter auseinander. „Viele glauben, dass wir sie abgeschrieben haben,“ gab der Landesvorsitzende zu bedenken. „Wir sehen verstärkt Demokratiefeindlichkeit, Rechtspopulismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit.“ Gerechtigkeit entstehe nicht durch populistische Parolen, sondern nur durch harte Arbeit.

„Wir müssen überzeugen, Argumente bringen, Hoffnung geben, Lösungen aufzeigen, Klartext reden!“, gab Ralf Stegner den Wahlkämpfern auf den Weg. „Torsten Albig muss unser Ministerpräsident bleiben. Wir sind stark aus eigener Kraft, weil wir erfolgreich regieren. Wir können es schaffen, stärkste Partei in Schleswig-Holstein zu werden, wenn wir geschlossen,  entschlossen und fröhlich miteinander Wahlkampf machen.“

Weitere Themen im Vorwärts 12/2016

  • Regierungsprogramm: Schleswig-Holstein – Gerecht und Modern
  • Wahlkampf-Homepage: SPD-Wir-Machen-Das.sh
  • Landtagwahl 2017: Unsere Schwerpunkte