Delara Burkhardt

Delara Burkhardt

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Fichtenweg 54

22962 Siek
Bild: Max Fischer

Liebe Genossinnen und Genossen,

wenn wir von Europa reden, dann erzählen wir die Geschichte vom großartigen Friedensprojekt. Ohne Frage: Europa ist dieses Friedensprojekt. Das reicht aber nicht mehr, um Menschen für Europa zu begeistern. Viele erleben in den letzten Jahren ein ganz anderes Europa. Niemand kann erklären, warum über Nacht Milliarden für die Rettung von Banken mobilisiert werden können, aber jeder vierte Mensch in der EU in Armut leben muss. Es ist ungerecht, dass Amazon weniger Steuern zahlt als mein Lieblingsbuchladen “Kohrs” in Großhansdorf.

Wir müssen diese Widersprüche auflösen. Wir müssen gemeinsam deutlich machen, dass es auch zwischen den pro-europäischen Parteien deutliche Unterschiede in den politischen Konzepten zur Zukunft Europas gibt.

Ich will, dass Europa für Fortschritt und soziale Sicherheit steht. Gemeinsam können wir die Probleme lösen, die wir als Nationalstaaten nicht in den Griff bekommen. Um für diese Vision zu kämpfen, bewerbe ich mich um die Kandidatur für das Europäische Parlament. Ich möchte der Europäischen Union neuen Schwung geben. Dafür braucht es eine starke Sozialdemokratie, die Haltung zeigt und nicht länger in faulen Kompromissen handelt, sondern mutig eigene Ideen entwickelt. Menschen begeistert und mobilisiert. Diese Kraft möchte ich als eure Abgeordnete sein.
Mir ist wichtig, dass ihr wisst, wofür ich stehe. Deshalb habe ich dieses Arbeitsprogramm formuliert. Damit mache ich meine politischen Ziele in den nächsten Jahren transparent, Außerdem will ich, dass ihr mich an den Ergebnissen meiner Arbeit messen könnt. Ich werde mich nicht von Sachzwängen und Bedenkenträgern schlucken lassen. Ich werde zeigen, wie klare Kante auch mit Mandat funktioniert. Bei meiner Arbeit konzentriere ich mich auf die folgenden vier Bereiche: Abgeordnete für Schleswig-Holstein, Migrationspolitik, Friedenspolitik, Ostseeraum.

Zwischen Schleswig-Holstein und Brüssel – Meine Rolle als Abgeordnete

Ich gehe als schleswig-holsteinische Sozialdemokratin nach Brüssel. Das ist für mich Ansporn und Rückhalt gleichermaßen. Unser Landesverband ist links, dickschädelig und frei. So werde ich auch Politik im Europäischen Parlament machen. Gleichzeitig werde ich in der Tradition von Willy Piecyk und Ulrike Rodust pragmatisch für die kleinen Verbesserungen kämpfen und dabei das große Ganze im Blick behalten. Folgende Punkte sind mir besonders wichtig:

  • Ich will eine Abgeordnete für das ganze Land sein – von Flensburg bis Norderstedt und von Heide bis Timmendorfer Strand. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird es künftig zwei Bürostandorte in Schleswig-Holstein geben.
  • Die europäischen Diskussionen werde ich nach Schleswig-Holstein bringen. Meine „Zuhören-Tour” wird mich jedes Jahr durch alle 15 Kreise führen. Damit bringe ich Europa zu den Menschen.
  • Um junge Menschen für Europa zu begeistern, werde ich regelmäßig einen Jungen Rat für Europa einrichten. Bei diesem Projekt werden mich Schulklassen in einem strukturierten Prozess zu einem speziellen europapolitischen Thema beraten.
  • Insbesondere auch die Kommunen sind von Europapolitik stark betroffen. Mit einer rotierenden Kommunalen Runde wird es in jedem Quartal (Nord-Süd-West-Ost) ein spezielles fachpolitisches Angebot für alle Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker geben.

Für eine solidarische Migrationspolitik – Gegen den Rechtsruck in Europa

Ich schäme mich, wenn vor den Küsten einer Gemeinschaft, die sich Menschenrechte auf die Fahne geschrieben hat, Menschen ertrinken, weil sie zu wenig Hilfe erhalten. Ich will unsere schleswig-holsteinische Haltung in der Flüchtlingspolitik auch nach Europa bringen. Wir zeigen seit Jahren, dass eine klare humanitäre Haltung das beste Mittel ist, um RechtspopulistInnen klein zu halten. Mit diesen Maßnahmen will ich für eine solidarische, humanitäre Alternative sorgen:

  • „Städte der Zuflucht”, die freiwillig Flüchtlinge aufnehmen, sollen mit einem europäischen Fonds unterstützen. Besonders werde ich darauf hinwirken, dass sich auch Kommunen in Schleswig-Holstein an der Initiative beteiligen.
  • Ich setze mich für die Einführung eines Europäisches Seenotrettung-Programms nach Vorbild von Mare Nostrum ein, um das Sterben auf dem Mittelmeer zu beenden.
  • Mit einem solidarischen Verteilungsschlüssel für die Aufnahme Geflüchteter sorgen wir dafür, dass die Staaten an den Europäischen Außengrenzen nicht mehr allein gelassen werden
  • Ich will eine Europäische Migrationsbehörde, um unsere Politiken zu koordinieren und Kommunen direkt bei den Aufgaben der Integration zu unterstützen. So verhindern wir, dass unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden.

Für eine europäische Friedenspolitik – Einsatz für Austausch und Kooperation

Mit unserem Papier “Friedenspolitik heute” hat Schleswig-Holstein 2014 ein Modell sozialdemokratischer Friedenspolitik im 21. Jahrhundert formuliert. Europa kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Ich will mich im Sinne unserer gemeinsamen Positionierung für mehr Frieden in der Welt einsetzen. In meiner internationalen Arbeit habe ich gelernt, dass dafür direkter Austausch und politische Kooperation die wichtigste Grundlage ist:

  • Seit vielen Jahren unterstütze ich die Arbeit des Willy-Brandt-Centers in Jerusalem. Ich werde mich weiterhin im Sinne der doppelten Solidarität für Begegnungen zwischen Israelis und PalästinenserInnen einsetzen.
  • Der Balkan liegt vor unserer Haustür. Durch Reisen in die Region weiß ich, dass die Wunden der Konflikte in den letzten Jahrzehnten noch immer tief sind. Als Europäische Union können wir unsere große Erfahrung in Demokratisierungsprozessen einbringen, um sie langsam zu heilen. Dafür werde ich mich persönlich einsetzen.
  • Stabilität in Nordafrika ist entscheidend für die Sicherheit in Europa. In den letzten Jahren habe ich mich in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung für Demokratieprojekte in der Region eingesetzt. Das will ich fortführen.

Unser Europa vor der Haustür – Den Ostseeraum gemeinsam gestalten

Schleswig-Holstein liegt zwar am Rand der Bundesrepublik, aber in der Mitte Europas. Das bedeutet ein gewaltiges kulturelles und ökonomisches Potenzial. Björn Engholm hat den Blick Schleswig-Holsteins für den Ostseeraum geöffnet. Franz Thönnes und viele andere haben mit großen Engagement daran gearbeitet, diesen gemeinsamen Sozial- und Wirtschaftsraum weiterzuentwickeln. An diese erfolgreiche Arbeit will ich anknüpfen.

  • Ich will mich für die Stärkung der Ostseeparlamentarierkonferenz und der Zusammenarbeit zwischen den Anrainer-Staaten einsetzen.
  • Die Vernetzung der progressiven politischen Kräfte im Ostseeraum will ich vorantreiben. Dazu soll alle zwei Jahre eine Konferenz in Schleswig-Holstein stattfinden.
  • Der Jugendaustausch liegt mir besonders am Herzen. Ich will jungen Menschen aus anderen Staaten rund um die Ostsee die Möglichkeit für Praktika in meinem Büro geben.
  • Ich will die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Schule, Ausbildung und Beruf weiter fördern. Das gilt insbesondere für die Zusammenarbeit mit Dänemark.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir gerne eine Mail, im Sozialen Netzwerk eurer Wahl, klingelt durch oder sprecht mich einfach an!

Europäische Grüße

Eure Delara Burkhardt

Lebenslauf

Ausbildung und Beruf

Seit 01/2017 Projektmanagement in einer Hamburger Corporate Communications Agentur
Seit 10/2016 Masterstudium Sozialökonomie an der Universität Hamburg (ehem. HWP)
Seit 01/2013 Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung
2014–2016 Erstellung frauenpolitischer Arbeitsmarktreporte beim DGB Bezirk Nord
2012–2016 Bachelorstudium Soziologie und Politikwissenschaften an der CAU Kiel
2012–2014 Mitarbeiterin bei Tobias von Pein, MdL
2012 Abitur an der Stormarnschule in Ahrensburg
* 03.11.1992 In Hamburg, aufgewachsen in Siek, Kreis Stormarn

Politik

Seit 06/2018 Vorstand des Willy-Brandt-Center Jerusalem e.V.
Seit 10/2017 Teamerin in der gewerkschaftlichen Berufsschularbeit bei der DGB Jugend
Seit 11/2015 Stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos in der SPD
Seit 06/2012 Beisitzerin im Kreisvorstand der SPD Stormarn
2009 Eintritt in die SPD

Weitere Mitgliedschaften

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Förderverein Willy-Brandt-Center Jerusalem e.V., Proms Nord e.V.

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