Marc Timmer

Marc Timmer

Kontakt

Klaus-Groth-Str. 17b

25813 Husum
0151 4260 9119
Bild: Pascal Marolla

Liebe Genossinnen und Genossen,

hiermit bewerbe ich mich als Kandidat der Schleswig-Holsteinischen SPD für das Europäische Parlament.

Seit einem halben Jahr engagiere ich mich im Kreisvorstand der SPD Nordfriesland, der mich zu dieser Kandidatur ermutigt hat. Für das Vertrauen bedanke ich mich sehr.

Was qualifiziert mich? 5 Jahre Europäisches Parlament, 11 jahre in Wirtschaft und Verwaltung

Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen habe ich die ersten 5 Jahre meines Berufslebens in Brüssel gearbeitet. Zuerst war ich Assistent der Genossin Christa Randzio-Plath aus Hamburg, die damals Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Währung war. Unser Ziel war, sozialde mokratische Grundüberzeugungen in europäische Gesetzgebung zu überführen. Das ist uns recht gut gelungen, auch wenn die Abstimmungsprozesse mit den europäischen Institutionen (Rat und Kommission) einerseits und den Vertreterinnen und Vertretern einer äußerst heterogenen Parteien­ landschaft andererseits sehr herausfordernd waren. Christa hat viel Wert auf einen engen Kontakt zur Hamburger SPD gelegt. Diese enge Verbindung zur „Basis“ habe ich verinnerlicht und nehme sie mir für eine mögliche Abgeordnetentätigkeit zum Vorbild.

Im Anschluss habe ich ein Parlamentarier-Netzwerk (EUFORES) geleitet. Ziel war es, den noch in den Kinderschuhen steckenden erneuerbaren Energien politisch den Weg zu ebnen, um nach und nach die endlichen fossilen Energieträger abzulösen.

Nach meiner Tätigkeit in Brüssel war ich über mehrere Jahre im Bereich der erneuerbaren Ener­giewirtschaft in leitender Funktion und als Berater in der Bundesverwaltung tätig. Erlernte Managementmethoden zur effizienten Erreichung von Zielen sowie ein Arbeitsschwerpunkt im Verände rungsmanagement sind für die Tätigkeit im Europäischen Parlament nützlich.

Warum bewerbe ich mich?

Ich bin guter Dinge, auf Europäischer Ebene etwas für ein gemeinschaftsorientiertes und nachhal tiges gesellschaftliches Zusammenleben im Sinne sozialdemokratischer Werte und für Schleswig­ Holstein bewirken zu können.

Wie soll unser Europa in 10, 20 und mehr Jahren aussehen?

Es wäre mir Verpflichtung und Freude zugleich, mich mit voller Kraft für ein sozialdemokratisches Europa einzusetzen. Denn gerade in Zeiten, in denen es hetzerische, zunehmend nationalistische Stimmen gegen Europa gibt, bedarf es einer starken europäischen Sozialdemokratie.

Darüber hinaus möchte ich an einer effizienten Verknüpfung schleswig-holsteinischer Interessen mit europäischen Strukturen – insbesondere im Bereich der EU-Programme – mitwirken. Wäre es nicht sinnvoll, wenn EU-Fördermittelanträge der Gemeinden, Städte und Kreise von einer zentra len Landesstelle technisch bearbeitet werden?

Ein „mit Kind kommt nicht in Frage“ kommt nicht in Frage

Mein Leben ist geprägt durch meine Familie. Meine Frau und ich haben einen 2-jährigen Sohn, mit dem ich viel Zeit verbringen darf. Meine Frau macht derzeit ihr Referendariat an einer Gemein­ schaftsschule in Husum. Ich übernehme neben einer beratenden Tätigkeit im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Energie, Umwelt und kerntechnische Sicherheit verstärkt die Betreu­ ung unseres Sohnes. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie empfinde ich als großes Geschenk. Nachdem ich mein Interesse für eine Kandidatur zum Europäischen Parlament einigen Freundin­ nen und Freunden mitgeteilt hatte, hörte ich oft den Satz: ,,Eine Tätigkeit im Europäischen Parlament ist doch mit einem Familienleben nicht vereinbar.“

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft viele Menschen (insbesondere alleinerziehende Frauen) in unserer Gesellschaft und gehört in den Mittelpunkt der sozialdemokratischen und gesellschaftlichen Debatte. Wenn eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht zu gewährleisten ist, dann müssen sich Strukturen verändern. Dies gilt für das Europäische Parlament ebenso wie für parteiinterne Strukturen auf Gemeinde-, Kreis- oder Landesebene. Ein „mit Kind kommt nicht in Frage“ kommt nicht in Frage.

Themen und Ansätze: Gemeinschaftlich, Nachhaltig, Frei und Offen, Verantwortungsvoll

Mit erneuerbaren Energien und Umweltthemen befasse ich mich mein gesamtes Berufsleben. Ich teile die Sichtweise des aktuellen Berichts des Club of Rome (,,Wir sind dran“), dass die aktuellen Trends nicht nachhaltig sind. Auf Europäischer Ebene sind mit der Strategie gegen Plastikmüll und für die Kreislaufwirtschaft im Umweltbereich erste Schritte unternommen.

Es gibt noch viele offene Themen, für die ich mich im Interesse der SPD, für Euch und mit Euch in Europa einsetzen möchte.

Die folgende Auflistung dient als Grundlage für weitere Diskussionen mit Euch und dazu, Euch meine Zielvorstellungen und damit meine Person näher vorzustellen.

Ich stelle mir eine EU vor, die

  • nach wie vor ein friedliches Miteinander sichert und sich dafür in der Welt einsetzt,
  • Nachbarschaft und Solidarität lebt,
  • BILDUNG und WISSENSCHAFT großschreibt,
  • gleiche Bildungschancen bietet, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern,
  • die Schere zwischen Arm und Reich im europäischen Kontext kleiner werden lässt und nicht größer,
  • die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer angesichts der fortschreitenden Digitalisierung stärkt. Denn Unternehmen und EU Mitgliedsstaaten müssen dazu ange­ halten werden, frühzeitig Strategien für Beschäftigte zu entwickeln,
  • wirtschaftliches Handeln nicht nur an Bilanzen und Shareholder Value misst, sondern sich verstärkt am Nutzen für das Gemeinwohl orientiert,
  • Strukturen für regionale Wertschöpfungsketten unterstützt, denn grundsätzlich wollen Menschen dort arbeiten, wo sie leben,
  • die ein in Gemeinschaft erfülltes und zufriedenes Leben ihrer Bürgerinnen und Bürger im Sinn hat, was mehr ist als Wirtschaftswachstum um jeden Preis,
  • die Gleichberechtigung der Frauen in allen Bereichen lebt und sich hierfür weltweit einsetzt,
  • die besten Sozialstandards lebt, Minderheiten schützt und sich hierfür weltweit einsetzt,
  • die besten Umweltstandards lebt und sich hierfür weltweit einsetzt,
  • den Begriff der Nachhaltigkeit in sämtlichen Politiken lebt und sich hierfür weltweit einsetzt,
  • ihre offene Grenzen beibehält und stolz darauf ist,
  • einen offenen, ehrlichen und faktenbasierten Diskurs führt,
  • Marktteilnehmer bzw. deren Verhalten begrenzt, wenn es geeignet ist, schädliche Wirkungen für das Gemeinwohl zu entfalten wie zum Beispiel in Fällen aus dem Bankensektor (too big, too fail) oder von mit personenbezogenen Daten handelnden Unternehmen,
  • die Aufgabe der Verteidigung primär bei der NATO belässt und sich als Friedensstifter engagiert,
  • mehr Souveränität von den Mitgliedstaaten insbesondere in den Bereichen Wirtschaft und Steuern erhält, um frühzeitig ausgleichend zu wirken bzw. um einen negativen Steuerwett bewerb zu vermeiden,
  • sicherstellt, dass sämtliche EU Maßnahmen demokratisch durch das EU Parlament legiti­miert sind.

Abschließend möchte ich betonen, dass ich ein Mandat nicht als einmaligen Akt der Befugnis ver­ stehe, sondern als Vorschuss auf ein Vertrauen der Delegierten und Wählerinnen und Wähler, das bis zum Ende des Mandats gelebt und bestätigt werden muss. In diesem Sinne erbitte ich Eure Unterstützung für meine Kandidatur.

Lebenslauf

Geboren am 18.01.1972 in Dülmen (NRW) Verheiratet, 1 Kind

1997 Eintritt in die SPD

Mitglied des Kreisvorstandes Nordfriesland

Ausbildung

1991 Abitur in Dülmen (NRW)
1992-1995 Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Lateinamerikanistik an der Freien Universität Berlin
1993-1998 Studium der Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin (Erstes Juristisches Staatsexamen)
1999-2002 Rechtsreferendar beim Land Berlin (Zweites Juristisches Staatsexamen)
2004-2005 Master in Energie- und Umweltrecht (LL.M.), Katholischen Universität in Leuven, Belgien (berufsbegleitend)
2012-2015 Master in Betriebswirtschaftslehre (MBA), Aston Universität Birmingham, Großbritannien (berufsbegleitend)

Job

2002-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Vorsitzenden des Ausschusses für Wirtschaft u. Währung, Europäisches Parlament
2003-2006 Geschäftsführender Direktor beim Parlamentarier-Netzwerk „Europäisches Forum für Erneuerbare Energiequellen“, Brüssel
2006 heute Überwiegend in leitenden Funktionen im Bereich der erneuerbaren Energiewirt­schaft sowie beratende Tätigkeit im Geschäftsbereich des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Sprachen Englisch (verhandlungssicher), spanisch (fließend), französisch (gute Grundlagen)

Bitte schreibt mir per email unter marctimmer@nullme.com oder ruft mich an unter 0151-4260 9119. Über Anmerkungen freue ich mich.Mit solidarischen Grüßen,
Marc Timmer

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